Die deutsche Ausgabe war ursprünglich angekündigt für Januar 2004, jetzt laut Verlag vorgesehen für März 2004.
Allmählich dürfte es auch dem letzten aufgefallen sein: Die Amerikaner setzen rücksichtslos und egoistisch die wirtschaftlichen und politischen Interessen der im weißen Haus herrschenden Truppe durch – und wem das nicht gefällt, der hat eben Pech gehabt. Die internationale Gemeinschaft (UNO) kommt in der erzkonservativen Rede zur Lage der Nation 2004 gar nicht erst vor - lediglich indirekt: Wir werden uns von keinem reinreden lassen.
Das Bild der Vereinigten Staaten außerhalb der sich selbst als gottgleich sehenden USA wird zusehends unansehnlicher. Ob es um militärische, wirtschaftliche oder ökologische Belange geht "Amerika gleicht allmählich dem exemplarischen Schurkenstaat" (The Guardian). Und nicht wenige ernstzunehmende Zeitgenossen sind der Ansicht, der größte Schurke der Welt (und die größte Gefahr für den Weltfrieden) sitze im Weißen Haus zu Washington D.C.
In seinem Buch liefert Clyde Prestowitz, ein amerikanischer Diplomat und Geschäftsmann, Fakten und Meinungen aus erster Hand. Er zeigt, wie Amerika die Welt enttäuscht, indem es sich über seine wahren Interessen täuscht und seine Ideale verrät.
"Schurkenstaat" ist eine umfassende Studie zum wachsenden Unbehagen an Amerikas Unilateralismus (Einseitigkeit,Überheblichkeit) und Isolationismus, eine schonungslose Bestandsaufnahme und Kritik der amerikanischen Politik in dem Jahr, in dem angeblich die Bürger der USA über die Fortdauer der Ära Bush entscheiden.*)
Übersetzt aus dem Amerikanischen von Stephanie Dreikauß.
*)Die US-Wahlen finden im November 2004 statt, aber was amerikanische Wahlen noch mit Demokratie zu tun haben, kann man ja bei Michael Moore nachlesen …