Bücherbar-Service
Die Verlage von A-Z
25.06.2004
Hallo,
auf dieser Seite findet Ihr in Zukunft Informationen über die Verlage, deren Bücher wir in der Bücherbar vorstellen. Eine Seite mit Autoren findet Ihr hier. Die meisten Infos auf diesen Seiten werden allerdings von den Verlagen selbst gestellt und sind daher ohne jede Gewähr.
Die Verlage
A
Programm: Kinder-/Jugendbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Privatbesitz
Infos:
Am 1. Juni 1945 gründete Lucie Groszer den Altberliner Verlag in Berlin. Anfang 1993 wurde der international renomierte und älteste Kinder- und Jugendbuchverlag der DDR privatisiert und von Dr. Stephan Schmidt und Renate Nicki übernommen. Neu gegründet wurde eine Niederlassung in München. Der Stammsitz des Verlages befindet sich weiterhin im Scheunenviertel in Berlin-Mitte.
Leider ist auch dieser traditionsreiche Verlag 2003 eingestellt worden. Ob das Programm irgendwo eine neue Heimat gefunden hat, ist uns noch nicht bekannt. Die lange Zeit nicht aktualisierte Webseite ist inzwischen nicht mehr online.
Webseite:
B
Annette Betz Verlag
Programm: Kinder-/Jugendbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Ueberreuter
Infos: Der Annette Betz Verlag wurde 1958 in München gegründet und gehört seit 1972 zum Verlag Carl Ueberreuter in Wien. Der Annette Betz Verlag veröffentlicht Bücher für Kinder von null bis etwa acht Jahren. Das Programm (mit jährlich rund siebzig Neuerscheinungen) umfasst Pappbilderbücher für die Kleinsten (häufig mit spielerischen Elementen wie Konturstanzungen, Klappen usw.), Bilderbücher, Hausbücher, Liederbücher und Reihen wie "Bibliothek der schönsten Märchen", "Ich weiß was von ..." oder "Kleines Tier-ABC". Ein besonderer Schwerpunkt der letzten Jahre sind Sachbilderbücher für Kindergarten- und Volksschulkinder zu Themen wie Technik, Sport, Natur, Körper, Musik (durchwegs mit beigelegten Musik-CDs).
Webseite: Ja; zusammen mit Ueberreuter
D
Programm: Klassische u. moderne Literatur, Kinder-/Jugendbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Privatbesitz Daniel Keel / R.C. Bettschart
Infos: Gründung 1953, jährlich ca. 160 Titel, 10-15% schweizer Autoren
Webseite: www.Diogenes.ch
Programm: Klassische u. moderne "hochwertige" Literatur
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Bertelsmann/Bonnier
Infos: siehe Heyne
Programm:Literatur, Belletristik, Sachbücher, Fantasy
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Weltbild 50% / Holtzbrinck 50%
Infos:
Webseite:Ja
F
Programm: siehe Kosmos
G
Programm: Kriminalromane
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Privatbesitz (Dr. phil. Rutger Booß)
Infos:
Der GRAFIT-Verlag wurde am 19.5.1989 in Dortmund als GmbH gegründet. das erste Programm besteht aus Sachbüchern und der Krimireihe des nicht mehr existierenden "Weltkreis-Verlages". Allein-Gesellschafter (seit Herbst 1995) ist Dr. phil. Rutger Booß, geb. 17.3.1944 in Riga/Lettland, der nach Studium der Germanistik, Geschichte und Vergleichender
Literaturwissenschaft und Tätigkeit im Schuldienst seit 1974 in der Buchbranche
tätig ist.
Standbein ist seit Gründung die Taschenbuchreihe GrafiTäter & GrafiTote, die sich auf deutschsprachige Krimi-Autor(inn)en stützt. In dieser Reihe sind derzeit 112 Titel lieferbar. Die Gesamtauflage der Grafit-Krimis von 1989 bis
Herbst 1999 beträgt ca. 1.750.000 Exemplare.
Daneben gab es bis 1998 noch Hotelführer, Reiseführer, Autokennzeichen erzählen, und Shopping-Bücher.
1996 erschien der hundertste Grafit-Krimi.
1999 feierte Grafit seinen zehnten Geburtstag. Seit Anfang 1999 konzentriert sich der Verlag ausschließlich auf Kriminalromane
Für das Jahr 2.000 sind die ersten Bände einer neuen Reihe mit Kriminalromanen europäischer Autoren (in deutscher Übersetzung) geplant.
Webseite: Ja (eine der ersten deutschen Verlags-Webseiten überhaupt). Verlags- und Programm- und Autoreninfos, Veranstaltungstermine, Bestellformular (Katalog/Bücher).
H
Programm: Deutschsprachige Science Fiction, Fantasy, Horror, Erotik; Heftromane Diskomane, Hörbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Privatbesitz (W.A. Hary)
Infos: Selbst- und Kleinverlag des deutschen Autoren W.A. Hary. Veröffentlicht Originalromane deutschsprachiger Autoren: mehrere Reihen (Heftromane, Hörbücher) mit Horror (Teufelsjäger Mark Tate), Science Fiction (Garson Gate, Ad Astra) und Erotik. Besonderheit: Romane auf Diskette/CD (für Computersüchtige, die ihre Romane unbedingt auch "virtuell" lesen müssen), die Diskomane.
Webseite: Ja; neu gestaltet, übersichtlicher, umfangreich, aktuelle Programmhinweise, Backlist, Leseproben
Programm: Allgemeine Reihe, Sachbücher, Ratgeber, Science Fiction, Fantasy
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Bertelsmann/Bonnier
Infos: Heyne exstiert nicht mehr. Der Verlag wurde zunächst von Bertelsmann gekauft und ausgerechnet in die Ullstein-Gruppe integriert. Später wurde auch das Fantasy&Science Fiction Programm auseinandergerissen und das Fantasy-Programm (+ Esoterik) zusammen mit der Ullstein-Gruppen an den Bonnier-Konzern (dem in Deutschland u.a. Piper gehört) verkauft. Das restliche Programm einschließlich Science Fiction bleibt bei Bertelsmann. Heyne ist also nur noch eine "Marke", die von zwei Verlagskonzernen benutzt wird. Der alte Heyne-Verlag ist seit 2003 endgültig tot.
Webseite:
Programm: Deutschsprachige schwule Literatur, Ratgeber und Sachbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Privatbesitz (Geschäftsführer Achim Albers)
Infos: Der Himmelstürmer Verlag wurde im März 1998 gegründet, ist selbstständig und unabhängig. Er hat sich als besondere Aufgabe gestellt, deutsche Autoren zu suchen und deren Werke zu veröffentlichen. Dabei gibt es vier Schwerpunkte:
- 1. Gute, schwule Unterhaltungsliteratur (auch Krimis)
- 2. Coming-out Romane, teilweise autobiographisch, oder Romane, die sich mit dem Thema beschäftigen
- 3. Sachbücher
- 4. Autobiographien von schwulen Zeitgenossen
Im Jahr erscheinen fünf bis sechs Neuerscheinungen, jeweils im Frühjahr und im Herbst. In jedem Jahr ist der Verlag auch auf der Frankfurter Buchmesse vertreten.
Webseite: Ja, mit Online-Shop und ausführlichen Infos zu den einzelnen Titeln, den Autoren und dem Verlag.
K
Programm:Literatur, Belletristik, Sachbücher, Esoterik, Fantasy
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Weltbild 50% /Holtzbrinck 50%
Infos: siehe Droemer Knaur Verlag (jetzt Verlagsgruppe Droemer Weltbild)
Programm: Sachbücher, Gartenbücher, Naturbücher, Pferdebücher Kinder-/Jugendbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Fleissner Gruppe
Infos:
Webseite: Jain; gerade gestartet, aber nur mit Gesichtskontrolle (Javascript) - auch wenn die Einstiegseite behauptet, Ihr Browser beherrscht keine Frames! (Ist halt java ...)
Programm: Sachbücher, Literatur, Hörbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Privatbesitz (Geschäftsführer: Antje Kunstmann)
Infos: "Bücher für Mehrheiten, die wie Minderheiten behandelt werden" - unter diesem Motto traten der von Antje Kunstmann neu gegründete Frauenbuchverlag und der von Peter Weismann geführte Weismann Verlag 1976 zum ersten Mal gemeinsam auf. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Auseinandersetzung mit dem Faschismus, die "Dritte Welt", die gesellschaftliche Situation von Jugendlichen und von Frauen. Bleischwer sollten die Bücher allerdings nie daherkommen. Die Ironie, die Komik, der Spaß, das hedonistische Moment gerade beim Lesen, waren wichtige Kriterien bei der Auswahl der Bücher.
Mit den Jahren veränderte sich der programmatische Ansatz: Im Frauenbuch-Verlag wurde immer mehr ein literarisches Programm gepflegt, und bei Weismann verschwand das Jugendbuch nach und nach fast ganz. Beide Verlagsprogramme richteten sich an ein gleichermaßen politisch wie literarisch interessiertes Publikum.
1990 änderte der Verlag mit dem Herbstprogramm seinen Namen. Seitdem heißt er so wie die Verlegerin. Unter dem neuen Namen integrierte das literarische Programm "alte" Autoren wie Tschingis Aitmatow, Helke Sander und Fay Weldon, und neue kamen dazu: Barbara Gowdy und Tim Parks, Robert Bober und Liana Millu, Rafael Chirbes und Roberto Bolaņo, um nur einige zu nennen.
Der Verlag ist nach wie vor unabhängig. Jährlich erscheinen rund dreißig neue Bücher und fünf Hörbücher. Acht Leute sind heute neben Antje Kunstmann für Gedeih und Verderb des Verlags verantwortlich: Dr. Susanne Eversmann (Lektorat und Lizenzen), Heike Bräutigam und Andreas Schäfler (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Tilman Göhler (Herstellung), Uli Deurer (Vertrieb) und Susanne Eder (Vertrieb & Werbung).
Webseite: Ja, umfassend, informativ und ohne Gimmicks und "Gesichtskontrollen" wie Cookies, Java oder Flash bequem zu nutzen.
M

Q
Programm: Homosexuelle (schwule und lesbische) Literatur, Sachbücher, Ratgeber
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Privatbesitz (Geschäftsführer Jim Baker/Anna Maria Heller)
Infos: Der Querverlag, Deutschlands erster lesbisch-schwuler Verlag, wurde 1995 von Ilona Bubeck und Jim Baker gegründet. Anfang 2003 verließ Ilona Bubeck den Verlag, ihre Nachfolgerin in der Geschäftsführung ist Anna Maria Heller. Ilona Bubeck bleibt dem Verlag aber weiterhin beratend und unterstützend verbunden.
Das Verlagsprogramm umfasst anspruchsvolle Belletristik, Sachbücher zu aktuellen Fragen der schwulen und lesbischen Szene und erotische Literatur. Pro Jahr veröffentlicht der Querverlag rund 12 neue Titel. In den acht Jahren seit Gründung sind rund 90 Bücher mit einer Gesamtauflage von fast 300.000 Exemplaren erschienen.
Webseite: Ja, Programmübersicht, Leseproben u.v.m.
R
Programm: Sachbücher, Kinder-/Jugendbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Ravensburger
Infos:
Die Verlagsgeschichte beginnt im Jahre 1883, als der Buchhändler Otto Robert Maier seinen ersten Autorenvertrag abschloß. Er begründete seine verlegerische Eigenständigkeit mit Vorlagemappen über Handwerks- und Baukunst und schuf mit solchen Fachveröffentlichungen eine wirtschaftliche Basis. 1884 erschienen das erste Gesellschaftsspiel "Reise um die Erde" und die ersten Jugenderzählungen des Pfarrers Christoph von Schmid.
Um die Jahrhundertwende wurden diese ursprünglichen Bereiche um Bilderbücher, Bücher und Hefte für Kinderbeschäftigungen, kunsttechnische Anleitungen, Sachbücher und frühe Ratgeber sowie um Kinderspiele, Quartette und Beschäftigungskästen erweitert.
In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg konnte der damalige Otto Maier Verlag ein stattliches Verlagsprogramm mit rund 800 verschiedenen Bücher- und Spieletiteln vorweisen.
Im Jahr 1900 ließ sich der Verleger vom kaiserlichen Patentamt ein Warenzeichen schützen, das als "Ravensburger Spiele" eingetragen wird. Ab 1912 gab es von vielen Gesellschafts- und Beschäftigungsspielen Exportausgaben für das westeuropäische Ausland, die Länder der Donaumonarchie und Rußland.
Nach dem Tod von Otto Robert Maier im Jahr 1925, der noch die Anfänge einer eigenen Verlagsbuchbinderei und Kartonagenfertigung miterleben konnte, teilten sich die Söhne Otto, Karl und Eugen Maier die organisatorische und redaktionelle Leitung des Verlages. Von den 30er bis in die 50er Jahre war der Otto Maier Verlag vor allem ein Buchverlag, in dem Bücher für Kunst- und Werkerziehung, Spiel- und Beschäftigungsanleitungen für Mütter und Kindergärtnerinnen sowie Fachbücher für Bau- und Kunsthandwerk erschienen. Eine Fülle von Beschäftigungsmitteln, Gesellschaftsspielen, Quartetten und Geduldsspielen ergänzten das Verlagsprogramm und verdeutlichten das Engagment des Hauses in Richtung Kindergarten und Familie. All dies büßte auch während des Zweiten Weltkriegs nicht an Zugkraft ein; unbeschadet von Kriegseinwirkungen konnte der Verlag in den Jahren des Wiederaufbaus weiterarbeiten.
Die starke Expansion des Unternehmens (von 1964 mit etwa 280 Mitarbeitern bis 1996 mit rund 1.800 Mitarbeitern) führte zu vielen räumlichen und organisatorischen Veränderungen und Erweiterungen. In mehreren Etappen wurden seit 1962 die Produktionsstätten im Industriegebiet der Stadt Ravensburg angesiedelt. 40.000 Quadratmeter Nutzfläche stehen heute allein in Ravensburg für Druckerei, Spielefertigung, Hochregallager und Auslieferung zur Verfügung.
1992 wurde ein neues Verlagsgebäude bezogen; in den alten Gebäuden, dem Stammhaus in der Altstadt, verblieben der Buchverlag, die Archive und ein Verlagsmuseum.
1996 schluckte der Ravensburger Spieleverlag das bayerische Familienunternehmen F. X. Schmid Vereinigte Münchner Spielkartenfabriken GmbH & Co. KG, zu der auch die thüringische Spielkartenfabrik Altenburg GmbH zählte.
Seit Beginn der 80er Jahre entwickelt sich Ravensburger in kleinen Schritten zum Medienunternehmen mit neuen Aktivitäten:
- Der als Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH firmierende Buchverlag ist deutscher Marktführer im Kinder- und Jugendbuchsektor und verfügt über 1.700 lieferbare Titel.
- Die Ravensburger Spieleverlag GmbH mit 800 lieferbaren Produkten ist deutscher Marktführer für Spiele und europaweit die Nummer eins mit Puzzles.
- Die 1985 gegründete Tochterfirma Ravensburger Film + TV GmbH erarbeitete sich eine Stellung als einer der wichtigsten europäischen Produzenten für Kinderprogramme. Sie beliefert deutsche und ausländische, öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender mit eigenen und koproduzierten Zeichentrickserien, Spielfilmen und Unterhaltungsshows. Am gescheiterten deutschen Viacom-Kinderkanal Nickelodeon war Ravensburger mit zehn Prozent beteiligt.
- Anfang 1996 nahm die Tochterfirma Ravensburger Interactive Media GmbH ihre Arbeit auf, die mit unterhaltsamen und wissensvermittelnden CD-ROMs für Kinder und Jugendliche und Online-Angeboten den Multimediamarkt bedient.
- Neue Geschäftsfelder wurden auch im Dienstleistungsbereich erschlossen. Zusammengefaßt wurden diese Aktivitäten 1993 in der Tochterfirma Ravensburger Freizeit- und Promotion-Service GmbH, seit 1998 auch für den Freizeitpark Ravensburger Spieleland für Familien mit 2- bis 12jährigen Kindern.
1988 wurde das Familien-Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1993 entstand die Holding Ravensburger AG mit Tochtergesellschaften, und der seit Beginn des Jahrhunderts eingeführte Markenname Ravensburger wurde zum Firmennamen. Sämtliche Aktien sind im Besitz von Mitgliedern der Gründerfamilie Maier. Enkel Otto Julius Maier, der seit Anfang der 60er Jahre in der Unternehmensleitung tätig war, ist seit 1995 Vorsitzender des Aufsichtsrates von Ravensburger; Enkelin Dorothee Hess-Maier leitet die Geschäfte heute zusammen mit zwei Familienfremden.
Webseite: Ja, diverse, für Buch-Verlag, Spiele-Verlag und den Rest der Unternehmensgruppe
S
Programm: Kinder-/Jugendbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Gutenberghus/Egmont Medienkonzern
Infos:
- Gegründet 1913 wird der Franz Schneider Verlag in Berlin von Franz Schneider sen. gegründet, der bis dahin zusammen mit Theodor Heuss Mitarbeiter der Zeitschrift "Die Hilfe" war. (Friedrich Naumann gibt eine Starthilfe von 5 000 Mark.)
- 1927 zieht der Verlag wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten nach Leipzig um. Von jetzt an liegt der Schwerpunkt auf dem neuen Kinderbuch, in dem Kinder die Hauptrolle spielen (wie in "Kai aus der Kiste").
- 1936 geht es zurück nach Berlin - nur das Auslieferungslager bleibt, wo es ist.
- 1943 werden die Buchvorräte des Verlags in Leipzig durch Bombenangriffe vernichtet. Auch die Berliner Verlagsgebäude fallen 1944 dem Krieg zum Opfer - sie werden durch Fliegerbomben zerstört. Ausweich-Domizil wird Wittenberg.
- 1946 stirbt Franz Schneider sen. Luise Schneider übernimmt den Verlag.
- 1947 zieht der Verlag erneut um, diesmal nach Augsburg. Hier bleibt er bis 1953. In diesem Jahr bezieht der Verlag Räume im Colonia-Gebäude (Königstraße) in München, um schließlich 1956 auf sein eigenes Gelände am Frankfurter Ring 150 zu ziehen, wo er auch heute noch sitzt.
- 1964 stirbt auch Luise Schneider und Franz Schneider jun. übernimmt die Verlagsleitung.
- 1975 erscheinen die ersten Schneider Taschenbücher, 1977 der erste Band der Schneider Lexikon-Reihe. 1979 folgen die "Schulaufführungen" und 1980 zwei Reihen für junge Erwachsene: die "Edition Joe Pestum" und der "Abenteuer-Report". 1982 erscheint der erste Band der Namensbücher.
- 1984 der Anfang vom Ende des eigenständigen Verlages im Familienbesitz: Gert Frederking übernimmt als geschäftsführender Verleger die Verlagsleitung.
- 1985 feiert der Verleger Franz Schneider seinen 60. Geburtstag und gleichzeitig sein 40jähriges Dienstjubiläum - sein letztes. Am 1. Mai 1985 verkauft Franz Schneider den Verlag an den dänischen Gutenberghus-Konzern, dem auch der Egmont Verlag in Wien gehört. 19856 erschienen auch die ersten Bände der eigenproduzierten "Schneider-Ton" Hörspiele.
- Heute hat sich das Programm des "Egmont Franz Schneider Verlags" stark verändert. Kinderromane und Reihen wie Oliver Hassencamps Schreckensteiner oder (ironischerweise auch skandinavische) Kinderkrimis sind aus dem Programm geflogen und haben umsatzstarken Massenmedientiteln (wie Disney-Lizenzausgaben) und Fließband-Gimmickreihen (Thomas Brezina) Platz gemacht. Auch die Schneider-Ton-Hörspiele gibt es nicht mehr. Vom "Kinder-lieben-Schneider-Bücher-Feeling" haben die Dänen jendenfalls nichts übrig gelassen. Zum Konzern gehört übrigens jetzt auch der ehemalige Pestalozzi-Verlag ("Die Mumins"), der 1999 ebenfalls nach Müchen verlegt wurde und wahrscheinlich demnächst in den Egmont Schneider Verlag integriert wird.
Webseite: Ja; war sehr umfangreich und übersichtlich, wurde aber gerade umgestaltet und ist jetzt scheinbar nur noch als Untermieter einer "Fun-Seite" zu erreichen, die auf Javascript besteht. (Wir sehen uns das noch einmal genauer an.)
Programm: Literatur, Sach-/Kinder-/Jugendbücher, Autorenlesungen auf Diskette (Hörbücher)
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Erich Schumm KG (Kunststoffproduktion)
Infos:
Schumm war einer der ersten (wohl leider zu früh) Hörbuch-Macher. Und es waren mit Abstand die besten Hörbücher, die wir bisher kennengelernt haben.
- 1979 hat Schumm mit der Cassetten-Produktion begonnen. Schumm war kein Wiedervermarkter öffentlich-selbstgerechter Hörspiel-Produktionen wie der HörVerlag, sondern produzierte sein eigenes, selbständiges Hörbuch-Programm mit selbst ausgewählten Sprechern im eigenen Tonstudio. Auch die restliche Produktion erfolgte im eigenen Haus.
- 1988 war das Hörbuchprogramm auf stattliche 300 Titel angewachsen, gesprochen von Schauspielern (wie Ernst-August Schepmann, Friedrich Schoenfelder, Wolfgang Büttner), Rundfunksprechern oder den Autoren (wie Helmuth M. Beckhaus, Kurt Oskar Buchner) selbst, wobei die Autorenlesungen einen wichtigen Platz im Programm einnahmen.
- Leider ist das Programm vor einigen Jahren in andere Hände übergeben worden, wo das Programm deutlich schlechter geworden ist. Das Angebot wurde radikal zusammengestrichen, die Präsentation ist aggressiv, die Auswahl "intellektualisiert" die Sprech-Art ist "öffentlich-rechtlich" geworden. Die Verpackung besteht im Gegensatz zum eignständingen, gut aussehenden und praktischen "Schumm-Rolladen-Schuber" jetzt aus 08/15 Standard-Plastik-MC-Boxen - völlig unpraktisch, unschön und von miserabler Qualität.
Wer auf Flohmärkten oder in Antiquariaten auf Schumm Sprechende Bücher stößt, sollte "zuschlagen". Eventuell werden wir im Laufe dieses Jahres eine eigene Seite für Schumm Sprechende Bücher anlegen und darauf einige Titel vorstellen, die uns besonders gut gefallen haben.
Webseite: nein
U
Programm:Literatur, Kinder-/Jugendbücher
Eigentümer/Gruppe/Konzern: Ueberreuter
Infos: Ueberreuter ist mit etwa 200 Neuerscheinungen pro Jahr der größte private Publikumsverlag Österreichs. Gegründet wurde der Verlag 1946 als ein Unternehmen der Familie Salzer, in deren Besitz sich seit 1798 eine Papierfabrik und seit 1866 die Druckerei Ueberreuter befindet. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren die Geschäftsfelder um die Sparten Verpackung und Dichtungen erweitert. Bis heute ist der Verlag ein von den großen deutschen Konzernen unabhängiges Unternehmen in Familienbesitz.
Das Verlagsprogramm von Carl Ueberreuter gliedert sich in die Bereiche Bilderbuch (mit dem Label "Annette Betz"), Kinder- und Jugendbuch und Sachbuch.
Webseite: Ja; aber mehr als Bestell-Center
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