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INFO - INFORMATION NETWORK FOR ONLINERS


Es muß nicht immer Kabel sein ...


Vorwort zur Online-Version 1997

Dies ist die bis auf das Vorwort unveränderte - und daher teilweise etwas veraltete - Online-Version des Schüsselbuches von 1994.

Sinn und Zweck des Buches war und ist es, normalen Zeitgenossen, die sich für andere Programme interessieren, als ihnen bislang zugestanden oder geliefert werden, die falsche Angst - die Kabelbetreiber und Kirchturm-Politiker gerne verbreiten - vor dem komplizierten Ungeheuer Satellitenempfang zu nehmen. Oder anders ausgedrückzt: zu zeigen, wie einfach es ist, eine ganze Menge mehr Programme ins Haus zu holen, ohne sich von Kabelnetzbetreibern abhängig zu machen.

Mit den Programmen kommen natürlich auch Informationen ins Haus - Informationen, wenn Mensch will, aus aller Welt. Satellitenempfang ist somit in der Lage, den persönlichen Horizont zu erweitern. Und was könnte in einer Demokratie wichtiger sein, als dies? Eben.

In den kommenden Wochen wird nach und nach das gesamte Buch hier auf den GeoCities-Seiten verfügbar werden. Ach ja: wenn jemand Fragen haben sollte, e-mail an timtext@telebot.net, subject schüsselbuch genügt. Der Autor hilft gerne weiter. Viel Spaß beim Lesen und eventuell mit den neuen Programmen.

Vorwort

Auch Sie wollen RTL 2, PRO 7, Euronews, CNN, NBC-Super Channel, Eurosport, COM-TV und viele andere Programme mehr sehen? Oder Sie wollen endlich einmal Spielfilme in der Originalfassung sehen? Sie wollen wissen, wie andere Länder die Welt sehen? Kurz, Sie überlegen, ob Sie sich eine Schüssel“ zulegen und aufstellen sollen? Andererseits ist Ihnen das aber alles viel zu kompliziert? Immer mit der Ruhe. Bevor Sie sich für teures Geld verkabeln lassen und sich in die stetig wachsenden Gebührenfänge der Telekom und der Kabelvermieter begeben, lesen Sie dieses Buch. Lassen Sie sich von ihm erst einmal verständlich darüber informieren, wie einfach und wie preiswert (besonders auf längere Sicht) Sie sich die anderen Programme direkt vom Himmel in Ihren Fernseher holen können.

Diese Programme werden immer beliebter. Noch vor wenigen Jahren war alles so einfach. Um die wenigen vorhandenen Radio- oder Fernsehprogramme empfangen zu können, reichte eine Zimmer- oder eine Dachantenne. Üblicherweise kamen auf diese Weise ARD, ZDF und mindestens ein Drittes Programm in die eigene Flimmerkiste. Hatte man Glück und wohnte in einer Grenzregion, kamen noch einige ausländische Programme hinzu, aber das war’s denn dann auch.

Heute ist alles - zumindest sprachlich - deutlich komplizierter geworden. Das gibt es terrestrisch ausgestrahlte Programme, kommerzielle Programme, private Anbieter, Kabelfernsehen, Satelliten-Direkt-Empfang und Pay TV, da wird polarisiert, gescrambelt und breitbandverkabelt. Wie in diesem unserem Lande bereits gute alte Tradition, wird auch auf diesem Gebiet eine eigene Sprache verwendet, die es einem Normalsterblichen nicht unbedingt erleichtern soll zu verstehen, was eigentlich gemeint ist. Aber es umgibt die Experten mit einem Hauch von Magie.

Erschwerend kommt hinzu, daß auch und gerade dieses Gebiet der sogenannten neuen Medien“ ein Geschäft ist, in dem außerdem ein Konkurrent die Gesetze und Vorschriften mitbestimmt: Die Deutsche Bundespost Telekom, die selbst vor allem Kabel be- und vertreibt (und seit 1994 Anteilseigner beim ASTRA-Betreiber SES ist), trägt leider nicht unbedingt zur neutralen Information der Verbraucher bei.

Dieses Informationsleck möchte dieses Taschenbuch stopfen, beziehungsweise, die ein wenig in Richtung Verkabelung verschobene Waagschale der Information wieder ins Gleichgewicht bringen. Der erste Teil soll Ihnen die Angst vor dem Wunderding Satelliten-Direkt-Empfang nehmen, indem er Sie ausführlich und verständlich informiert. Er faßt zusammen, welche verschiedenen Arten es gibt, TV- bzw. Rundfunkprogramme zu empfangen, und übersetzt die wichtigsten Tarnbegriffe der Medienexperten in verständliches Deutsch. Anschließend widmet es sich dann ausführlicher dem Satelliten-Direktempfang, genauer gesagt dem Direktempfang der Programme von ASTRA und der immer interessanter werdenden Satelliten-Programm-Position 13 Ost, an der EUTELSAT ebenfalls mehrere Satelliten positionieren will. Sie erfahren, wie einfach es ist, sich mit einer kleinen Schüssel“ (ab 55 cm Durchmesser in Zentral-Europa) zusätzliche Programme ins Haus zu holen. Wir sagen Ihnen auch, welche Probleme es dabei gibt und welche Auswege und Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Denn im Gegensatz zum Kabel haben Sie beim Satelliten-Empfang einen ganzen Himmel voller verschiedenster Programme auf diversen Satelliten zur Verfügung. Sie erfahren, was Satelliten-Anlagen heute kosten und was günstiger ist - der direkte Satelliten-Empfang oder der Kabelanschluß. Der zweite Teil soll Ihnen den Einstieg erleichtern und die Freude erhalten. Hier erfahren Sie, was dazugehört, welche Programm- und Informationszeitschriften zum Satellitenempfang es gibt. Außerdem finden Sie eine Übersicht der empfangbaren TV- und Radioprogramme.

Medien und besonders der direkte Satelliten-Empfang haben sehr viel mit persönlicher Freiheit, Informationsfreiheit und Meinungsvielfalt zu tun. Daher ist dieses Buch nicht von ungefähr auch ein sehr meinungsfreudiges Buch. Im Mittelpunkt meines Interesses steht dabei immer, wie Sie als normaler Zuschauer und Zuhörer eine möglichst ungehinderte, möglichst breite Auswahl an Programmen bekommen.

Absolute Objektivität ist, auch wenn mensch sich noch so sehr darum bemüht, eher ein Ding der Unmöglichkeit. Jeder sieht die Welt aus seinem Blickwinkel, ist geprägt von seinen Erfahrungen. Also habe ich mich entschlossen, dieses Buch aus meinem Blickwinkel zu schreiben und nicht vorzugeben, dieses Buch sei absolut ausgewogen und objektiv. Auch die Auswahl der Beispielgeräte erfolgte nicht nach Marktanteilen oder Testergebnissen, sondern ist eine rein persönliche Auswahl. Ich habe mich aber bemüht, Ihnen zu jedem Bereich drei Dinge auf den Weg zu geben: umfassende Informationen, aus denen Sie sich Ihre eigene Meinung bilden können, Adressen, bei denen Sie zusätzliche Informationen erhalten, und meine persönliche Meinung als eine mögliche Sicht der Dinge. Sie können dann selbst entscheiden, ob Sie mir zustimmen, das für völligen Quatsch halten oder sich darüber aufregen - in jedem Falle habe ich eines erreicht: Sie werden darüber nachdenken und sich selbst eine Meinung bilden, und das ist eine der wichtigsten Grundlagen einer lebendigen Demokratie.

Bedanken möchte ich mich bei allen, die mich bei der Arbeit zu diesem Buch unterstützt haben und die ich während der letzten Phase ziemlich genervt habe. Stellvertretend für alle also ein Dank an Jille Vermeulen für seine Zeit, Informationen und die Genehmigung, seinen Beitrag über die Geschichte der Satelliten verwenden zu dürfen, an Walter Schiefele von der TELE-satellit, Thomas Kircher vom Programm Beobachter Club für die Korrekturen der Programm-Übersicht im zweiten Teil, Jürgen Grobbin von der EUTELSAT-Agentur für die Informationen zur Berechnung der richtigen Schüsselgröße, Petra Kleinwegen für Fotos und Testlesen, Dr. Julia Schade, für die Chance, ein solches Buch in ihrem Programm zu veröffentlichen, und meinen Beagle Boy**, der in den letzten Wochen viel zu kurz gekommen ist.

Nach dem Dank noch eine Bitte: Ihre Unterstützung ist auch gefragt. Bei allen Informationen habe ich mich natürlich um möglichst korrekte Information bemüht, da aber niemand perfekt ist, kann es durchaus sein, daß die eine oder andere Angabe nicht ganz korrekt ist. In diesem Falle - und wenn Sie Fragen haben, die in diesem Buch nicht beantwortet werden, oder Anregungen, was in dieses Buch aufgenommen werden sollte (oder was zuviel drin ist) - schicken Sie mir einfach eine e-mail an timtext@telebot.net. Wenn es eines Tages eine neue Auflage dieses Buches geben sollte, dann werde ich mich bemühen, auch Ihre Anregungen zu berücksichtigen, um den nachfolgenden Lesern so viel Hilfe wie möglich zu den Themen zu geben, die sie wirklich interessieren. Versprochen ist verspochen.

Mai 1994




Nächstes Kapitel

INFO Sat&Media


Diese Informationen sind zur persönlichen Verwendung bestimmt; sie dürfen zu nicht-kommerziellen Zwecken unter Nennung der Quelle weiterverbreitet werden. Alle Angaben ohne Gewähr. Zur Genehmigung für kommerzielle Zwecke wenden Sie sich bitte an TNT, e-mail timtext@telebot.net. Copyright 1994 by Author, 1997 by TNT, 2000 by timtext.


**Mein bester Freund, der am 23. März 1996 trotz unseres gemeinsamen Kampfes nach kurzer Krankheit an einem Tumor gestorben ist, und den ich immer vermissen werde; ebenso wie meinen Vater, der nur wenige Tage später nach über einjährigem Kampf gegen den Krebs verloren hat.