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INFO - INFORMATION NETWORK FOR ONLINERS


Es muß nicht immer Kabel sein ...


Kapitel 5

Aufbau einer Anlage


Inzwischen haben Sie sich für eine Anlage entschieden, mit der Sie sich die Programme der ASTRA- bzw. EUTELSAT-Satelliten in Ihren Fernseher und Ihr Radio holen wollen. Bevor Sie zum Kauf aufbrechen, sollten Sie den ersten Teil dieses Kapitels durchlesen, damit Sie einige zur Montage und zur Verbindung notwendige Teile direkt mitbringen und später die Anlage ohne Unterbrechung zusammenbauen können.
Am Beispiel einer einfachen Anlage zum Empfang der ASTRA- oder EUTELSAT-Signale wird der Aufbau und die Installation einer Satelliten-Direkt-Empfangs-Anlage beschrieben. Nach dem Zusammenbau geht es dann ans Ausrichten. Worauf müssen Sie achten, um den Empfang nicht zu stören? Und schließlich widmen wir uns dem nicht ganz unwichtigen Thema: Wie bekommen Sie Bild und Ton in Radio und TV?
Wollen Sie die Schüssel an der Hauswand befestigen, benötigen Sie zusätzliche Teile, ebenso wie zur Montage an einem Mast oder auf einem Fuß. Wollen Sie die Anlage auf einem Spitzdach montieren, empfehlen wir Ihnen um Ihrer Gesundheit und der Nerven Ihrer Anverwandten willen, sich zumindest den äußeren Teil der Anlage von einem Fachmann aufs Dach setzen zu lassen. Das ist immer noch billiger als Ihr Verdienstausfall und die Krankenhauskosten.
Da Sie die normalen Fernsehprogramme weiterhin sehen wollen, wird der Satelliten-Empfänger später an die normale Antennensteckdose angeschlossen. Dafür werden Sie möglicherweise ein zusätzliches Antennenkabel benötigen. Ein kurzes Kabel zum Anschluß des Satelliten-Empfängers an die normale Antennensteckdose liegt dem Gerät zumeist bei. Ob dieses Kabel ausreichend ist oder ob Sie ein zusätzliches Kabel zur Verlängerung benötigen (beziehungsweise es durch ein längeres ersetzen müssen), hängt davon ab, wo Sie den Satellitenempfänger aufstellen. Haben Sie keinen festen Platz für den Empfänger vorgesehen, sollte der Receiver eigentlich so nahe wie möglich an die Stelle plaziert werden, an der das von der Schüssel kommende Antennenkabel in Ihre gute Stube gelangt, denn wir wollen die Antennenverbindung zwischen Schüssel und Satelliten-Empfänger möglichst kurz halten. (Den Verlauf des Kabels haben Sie ja vorher geplant, um die benötigte Kabellänge auszumessen.) Andererseits sollte der Receiver nicht allzuweit vom TV-Gerät entfernt sein, damit der Receiver auch per AV-Kabel an den Videorecorder und das Fernsehgerät angeschlossen werden kann. Zudem ist es ziemlich unpraktisch, wenn Sie mit der Fernsteuerung für den Satelliten-Receiver von Ihrem Sitzplatz aus in eine völlig andere Richtung zeigen müssen als mit der Fernsteuerung für den Fernseher und den Videorecorder. Klar ist auch, daß elektronische Geräte keinesfalls auf oder unmittelbar vor einer Heizung oder (im Sommer!) im prallen Sonnenlicht stehen dürfen. Das mögen sie nicht so gerne.
Wenn Sie dies gegeneinander abgewogen und ein Plätzchen für den Receiver gefunden haben, das für Sie praktisch und für das Gerät sicher ist, können wir mit der Planung fortfahren.
Von der Stelle, an der Sie den Empfänger aufstellen, hängt es wie gesagt ab, wie lang das zusätzliche Kabel vom Receiver zum Fernsehgerät sein muß.

So ändern sich die Antennenverbindungen
Alt: Neu:Antennenbuchse-Kabel1- Antennenbuchse-Kabel1-TV Gerät Satelliten-Receiver (SR)- NEUKABEL-TV-Gerät
Antennenbuchse-Kabel1- Antennenbuchse-Kabel1-Videorecorder Kabel2-TV-Gerät SR-Kabel 2-VCR- ALS ZEICHNUNG VON LÜBBE NEUKABEL-TV-Gerät
Achten Sie auch hier darauf, daß keine unnötigen Kabellängen entstehen. Nutzen Sie beispielsweise kein 2-Meter-Kabel zwischen Satelliten Receiver und TV-Gerät, wenn beide nur einen halben Meter voneinander entfernt sind. Die meisten Satelliten-Receiver besitzen zusätzlich zum Antennen-Ein-/Ausgang einen Scart-Anschluß. Ist Ihr TV-Gerät bzw. Ihr Videorecorder für AV-Verbindung (siehe Abbildung) vorbereitet, sollten Sie den Satelliten-Receiver unbedingt mit einem AV-Kabel an Ihren Fernseher/Videorecorder anschließen. Gegenüber dem normalen Antennenkabel ergibt sich eine deutliche Bildverbesserung. Haben Sie bereits Ihren Videorecorder mittels AV-Verbindung an den Fernseher angeschlossen, leistet eine AV-Umschaltbox (beispielsweise ab etwa 100,- DM bei Elektronik-Shops erhältlich) gute Dienste. Infos zu einer interessanten Schaltbox finden Sie im Kapitel 13. Neuere Receiver verfügen mitunter auch über zwei bis drei Scartbuchsen und können den Videorecorder durch den Satellitenreceiver mit dem TV-Gerät verbinden.
Fassen wir zusammen, was gegebenenfalls noch benötigt wird:
­ das Antennen-Kabel (Durchmesser ca. 6 mm) zur Verbindung zwischen Schüssel und Empfänger (das mit den beiden F-Steckern, dessen Länge Sie vorher ausgemessen haben)
­ Isoliermaterial zur Abdichtung der Stelle, an der das Antennenkabel am Umsetzer befestigt wird (Feuchtigkeits-Isolierband oder Dichtmasse)
­ ggf. normales Koaxial-Antennenkabel zwischen Antennensteckdose und Satelliten-Empfänger
­ ggf. AV-Verbindungskabel (für bessere Verbindung zwischen Satelliten-Empfänger und Fernseh-Gerät/Videorecorder ­ nur wenn Ihr Fernseh-Gerät/Videorecorder mit AV-Buchse ausgerüstet ist) und - nur bei Bedarf - eine Scart-Schaltbox
­ ggf. Cinch-Kabel zur Verbindung zwischen Satelliten-Receiver und der Stereo-Anlage (wenn Sie die Hörfunk-Programme oder den TV Stereo-Ton über Ihre Stereoanlage laufen lassen wollen).
.c.Mast oder Hauswand
Wenn Sie die Schüssel an der Hauswand befestigen wollen:
­ Schrauben und Dübel zur Befestigung des Trägers und der Halterung an der Hauswand (bei unserer Anlage sind es 5 galvanisierte Rundkopfschrauben und ebenso viele Dübel).
Wenn Sie die Schüssel am Antennen-Mast (oder einem anderen Ständer) befestigen wollen und die Mastbefestigung nicht zum Schüsselpaket gehört:
­ Mastbefestigung (eine Art stabiler Schelle, die auf der einen Seite um ein Rohr, einen Mast oder ähnliches geschraubt, auf der anderen Seite statt der Wandbefestigung an der Rückseite der Schüssel befestigt wird; sie kostet ca. 50,- DM und wird oft vom Hersteller angeboten, meist direkt im gleichen Haus erhältlich wie das Schüsselpaket).
Damit können Sie Ihre Einkaufsliste vervollständigen. Guten Einkauf; wir treffen uns an dieser Stelle wieder, sobald Sie zurück sind.

Alles klar?


Sie haben es also geschafft. Der große flache Karton mit der Schüssel und der kleine Karton mit dem Empfänger stehen in Ihrer guten Stube.
Daneben liegt das Antennenkabel mit den F-Steckern an beiden Enden. Jetzt keine Panik, keine Hektik; denn wichtig ist beim Zusammenbauen, daß alles richtig und fest zusammensitzt. Lassen Sie den Empfänger noch im Karton. Den sollten Sie zuletzt aufstellen und erst dann an die Steckdose anschließen, wenn Sie ihn mit der Schüssel verbunden haben; ansonsten könnte er Schaden nehmen.
Haben Sie sich entschieden, die Anlage von Ihrem Händler oder der Service-Abteilung einrichten zu lassen, was für den handwerklich unbedarften Zeitgenossen die gesündere und für die Schüssel die sicherere Möglichkeit ist, betrachten Sie den folgenden Teil dieses Kapitels als zusätzliche Information, wie unkompliziert eine solche Schüssel aufzubauen und zu installieren ist. Ansonsten wollen wir jetzt daran gehen, die Schüssel aufzubauen.
Wir benutzen als Grundlage die Anlage SDM 260 der Firma Amstrad, andere Offset-Schüssel-Anlagen dürften prinzipiell ähnlich aufgebaut werden. Nutzen Sie auf jeden Fall die Ihrer Schüssel beiliegenden Aufbau-Anleitungen, und verlassen Sie sich nicht darauf, was eigentlich zusammengehören müßte, weil es so aussieht. Sie ersparen sich damit das mehrmalige Auseinandernehmen, weil ein anderes Bauteil vorher eingefügt werden mußte. Achten Sie unbedingt auch auf Ergänzungen zu den Aufbauanleitungen (lose beiliegende Blätter); denn im Zuge der rasanten Entwicklung sind die Aufbauanleitungen unter Umständen schneller überholt, als sie neu gedruckt werden können. Und noch ein Tip: Lesen Sie die Anleitung lieber dreimal durch, als daß Sie einmal übereilt falsch handeln. Die Schüssel soll schließlich, wenn sie einmal draußen ist, auch für längere Zeit dort bleiben.

Vorbereitungen


Bauen Sie die Schüssel an einem Ort zusammen, an dem Sie die Einzelteile ausbreiten können, ohne daß Ihnen die kleinen Teile wie Schrauben, Unterlegscheiben und Muttern verloren gehen. Der Rasen vor oder hinter dem Haus ist sicher nicht der geeignete Platz, zumal die Bauteile dadurch auch verschmutzen könnten, was den Aufbau zusätzlich erschwert. Ein großes Zimmer (mit ausreichend großem Zugang ­ die zusammengebaute Schüssel soll ja später wieder aus dem Haus gebracht werden können) ist sicherlich nicht die schlechteste Wahl. Sorgen Sie außerdem zunächst für genügend Platz. Denken Sie daran, daß zur Schüssel der etwa einen halben Meter lange Arm gehört, mit dem zusammen Sie die Schüssel im Zimmer drehen können sollten. Montieren Sie die Anlage möglichst nicht in unmittelbarer Nähe Ihrer Glasvitrine mit dem Hochzeitsgeschenk von Tante Gertrude. Sorgen Sie für eine weiche Unterlage, damit der LNB bei der Arbeit nicht beschädigt wird. Auch ein paar Unterlagen für den Abstandshalter-Arm oder ein Gestell, an das Sie die Schüssel anlehnen können, wären nicht schlecht.

Los geht's


Öffnen Sie jetzt den Karton mit der Schüssel, und breiten Sie den Inhalt am Rand der vorgesehenen Arbeitsfläche aus. Nehmen Sie sich jetzt die Zeit, die ausgebreiteten Bestandteile mit der Inhaltsangabe in der Aufbauanleitung zu vergleichen, denn es wäre doch schade, wenn Sie einen weiteren Tag ohne die Satelliten-Programme bleiben müßten, nur weil ein kleines Teil fehlt. Zusätzlich zu den auf der Bauanleitung aufgeführten Teilen müssen Sie unbedingt noch über die Antennenverbindung zwischen Schüssel und Empfänger (das Kabel mit den zwei F-Steckern) verfügen. Insgesamt sollten jetzt bei einer Amstrad-Anlage folgende größeren Teile vor Ihnen liegen:
­ die Parabolantenne (Schüssel)
­ die Schüssel-Halterung (entsprechend der Schüsselkrümmung geformt), das Teil ähnelt in unserem Fall am ehesten einer schwarzglänzenden Schildkröte
­ Umsetzer (LNB, LNC - das Teil mit der Zulassungsnummer der Telekom), Plastikkappe auf keinen Fall entfernen!
­ Justierklammer mit Grad-Skala an der Seite zur Winkeleinstellung (sieht aus wie ein Sattel)
­ Stabilisierungsplatte (Metallplatte mit zwei Löchern)
­ Befestigungsbügel (U-förmiges Rohr)
­ LNB-Arm (L-förmiges Rohr)*
­ zwei LNB-Halter-Klemmen (die zusammengesetzt in der Mitte Platz für den LNB lassen)
­ ggf. Mast-/Wandhalterung.
* Bei Anlagen anderer Bauart (Prime Focus) und Hersteller entfällt das L-förmige Führungsrohr. Hier wird der Umsetzer auf ein fest mit der Schüssel verbundenes “Dreibein" gesetzt. Das zum Receiver führende Koaxialkabel wird bei diesen Modellen meist nach vorne weggeführt.
Außerdem noch einiges an Schrauben- und Kleinmaterial, das beispielsweise der Verbindung von Antennenschüssel und Halterung dient und meistens in einer Plastiktüte im Schüsselpaket liegt, bei unserer Amstrad-Schüssel sind es zwei Päckchen. (Sehen sich die erste Abbildung Ihrer Aufbauanleitung an - hier werden meist alle Teile skizziert und mit Buchstaben beschriftet dargestellt.) Am besten ordnen Sie die Schrauben, Ringe und Scheiben der Größe nach und stecken die in der Anleitung zusammen gehörend dargestellten Schrauben und Scheiben bereits zusammen. (Etwa eine gezackte und zwei normale Unterlegscheiben und eine Mutter auf die beiden größten Schrauben.) So stellen Sie einerseits sicher, daß alle Teile da sind und zusammenpassen, und müssen nicht erst die zugehörigen Unterlegscheiben und Muttern zusammensuchen, wenn Sie ein Bauteil verschrauben. (Abgesehen davon, wird es dadurch für die Scheibchen schwieriger, zu verschwinden. Bei unserer Amstrad-Schüssel gehören hierzu auch vier schwarze Kunststoff-Unterlegscheiben, die sich in einer der beiden Tüten nicht lose, sondern zu sechst in einem Ring angeordnet befinden. Da Ihnen für die schwarzen Schrauben noch vier Unterlegscheiben fehlen, lösen Sie jetzt bitte vier der sechs Plastik Scheiben (Amstrad bezeichnet sie in seiner Anleitung als Nylon Scheiben) und stecken sie zusammen mit den letzten vier Muttern auf die vier schwarzen Schrauben. Damit haben wir alle Schrauben, Muttern und Scheiben zusammen. An Werkzeug brauchen Sie noch eine Schere (um die Plastikringe abzuschneiden), einen normalen Schraubendreher, einen Kreutzschlitzschraubendreher und einen Ringschlüssel.
Kontrollieren Sie auch, ob die Schüssel selbst den Transport heil überstanden hat. Möglicherweise müssen Sie den äußeren (nach hinten umgeknickten) Rand wieder ein wenig rundbiegen und den Schutzgummiring an einigen Stellen wieder festschieben. Seien Sie dabei aber vorsichtig, der umgebogene Schüsselrand läßt sich sehr leicht verbiegen. Sie brauchen auf keinen Fall Gewalt anzuwenden. Das könnte die Form der Schüssel selbst verändern und damit den Empfang verschlechtern.
Richten Sie sich beim Zusammenbau unbedingt nach der Aufbauanleitung Ihrer Schüssel. Wir können an dieser Stelle nur die grobe Verfahrensweise angeben, damit Sie einen prinzipiellen Eindruck vom Aufbau einer Schüssel erhalten.
Zunächst müssen Sie in den meisten Fällen die Schüssel mit der Antennenhalterung verbinden. In der Schüssel finden Sie dafür vier vorgebohrte, zu einem Rechteck angeordnete Löcher. Der Teil, in dem sich diese Löcher befinden, ist der untere Teil der Schüssel.
1. Legen Sie die Halterung mit der glatten Seite nach oben auf den Boden.
2. Bringen Sie jetzt die Schüssel mit den vorgebohrten Löchern über die Löcher in der Antennenhalterung. Achten Sie dabei darauf, daß die beiden parallelen Streben der Halterung waagerecht übereinander liegen (und nicht senkrecht nebeneinander). Der “Schildkrötenkopf" muß nach unten zeigen. (Da hindurch läuft später der LNB-Arm.) Schrauben Sie jetzt die Schüssel mit den dafür vorgesehenen Schrauben auf die Antennenhalterung, und vergessen Sie dabei nicht die schwarzen Kunststoffunterlegscheiben. (Das ganze sieht im Querschnitt dann so aus: Schraubenkopf, schwarze Unterlegscheibe, Schüssel, Unterlegscheibe, Halterung, Mutter.)
3. Jetzt wird bei der Amstrad-Anlage und ähnlich gestalteten Typen die Befestigung für den LNB-Arm vorbereitet. In der Mitte der Schildkröte sehen Sie eine hervorstehende Öse. Unter den Kleinteilen befindet sich auch ein weißer Kunststoff-Pfropfen. Diesen drücken Sie jetzt von unten mit der geschlossenen Seite nach oben in die Öse. (Hier hinein kommt später das eine Ende des LNB-Armes.)
Als nächstes größeres Teil wird zwischen die beiden hochstehenden Seitenteile der gerade an der Schüssel befestigten Halterun-g der “Sattel", also die Justierklammer eingefügt (“eingeklemmt" könnte man auch sagen). Zunächst wird aber als Abstandshalter die Stabilisierungsplatte zwischen die herausragenden Teile der “Schildkröte" gesetzt (glatte Seite nach oben). Die Platte muß genau zwischen den Löchern liegen, durch die der Sattel an der Schildkröte festgeschraubt wird, oben das stärker gebogene Teil).
4. Nehmen Sie jetzt die größte der drei Spangen (U-förmig mit Gewinden an beiden Enden), und stecken Sie sie von hinten durch die beiden Aussparungen in der Mitte des Sattels. Das kleine Gegenstück zu der Rinne (oder Sitzfläche) des Sattels (ja richtig, die kleine Autobahnbrücke, die sich Ihr Filius eben gemopst hat) stecken Sie mit der flachen Seite nach außen auf das offene Ende der Spange, so daß zwischen Sattel und Autobahnbrücke ein mehr oder weniger runder Zwischenraum bleibt. Ziehen Sie diese Schrauben noch nicht richtig fest, denn in diesen Zwischenraum wird später entweder der Mast, der Fuß oder der Arm zur Wandhalterung eingeklemmt.
5. Wenn Sie jetzt den Sattel befestigen, achten Sie darauf, daß die obere Schraube durch den gebogenen Teil der Stabilisierungsplatte gesteckt wird. Das andere Ende der Platte liegt auf der zweiten Schraube auf, mit der der Sattel befestigt wird. Der Sattel selbst wird mit der “Sitzfläche" (der Rinne) nach oben (bzw. an der aufgestellten Schüssel gesehen nach hinten) befestigt. Auf der rechten Seite sehen Sie an einer Schraube die Skala. Auch diese Schrauben dürfen Sie jetzt noch nicht bombenfest ziehen, denn hier stellen Sie später den Winkel ein, in dem die Schüssel nach oben zum Satelliten blickt. Mit Hilfe dieser Klammer und der in die Schüsselhalterung eingeprägten Gradeinteilung wird die Schüssel nämlich später in den Winkel zum Himmel gebracht, der zum Empfang der Satelliten notwendig ist. Dieser Winkel hängt vom Breitengrad ab, auf dem Sie Ihre Schüssel aufstellen wollen, also auf dem sich Ihr Zuhause befindet. Im Europa liegt er zwischen 20š im Norden Englands und Skandinaviens und 47š im Süden Siziliens und Griechenlands. Genaueres hierzu beim Ausrichten der Schüssel.
So, damit haben wir die Vorrichtungen zur Befestigung des LNB-Armes an der Schüssel, der Schüssel an Wand oder Mast und der Einstellung des Winkels geschafft. Jetzt widmen wir uns dem LNB-Arm einschließlich LNB.
6. Jetzt befestigen wir erst den LNB-Arm an der Schüssel. Wenn Sie sich den Arm genauer ansehen, stellen Sie fest, daß zwei Bohrungen vorhanden sind - eine am längeren Armteil, der vorne etwas flacher verläuft, ziemlich weit vorne, die zweite am anderen Ende ein gutes Stück vom Rohrende entfernt. Drücken Sie den kleinen schwarzen Pfropfen auf das kürzere Ende und schieben Sie es von unten durch den Schildkrötenkopf, bis das Rohrende in dem weißen Propfen im Ring in der Mitte der Schildkröte anstößt. Im Schildkrötenkopf sind genau wie im LNB-Arm Bohrungen. Bringen Sie die Schildkrötenkopf-Löcher auf eine Höhe mit den Löchern im LNB-Arm, schieben Sie eine der beiden verbliebenen langen Schrauben (die mit Scheiben und Muttern) hindurch und befestigen Sie sie auf der anderen Seite des Schildkrötenkopfes mit einer normalen, einer gezackten Unterlegscheibe und einer Mutter. Der LNB-Arm geht jetzt senkrecht von der Schildkröte nach unten, unter der Schüssel hindurch und geht dann auf der Vorderseite der Schüssel schräg nach oben. Dort, wo der Arm endet, ist der bereits erwähnte Punkt, auf den die gebündelten Satellitensignale, die die Schüssel gesammelt hat, reflektiert werden. Hier ist der Platz für den LNB.
7. Bevor wir den LNB auf den LNB-Arm schrauben können, müssen wir ihn unter die Haube, sprich in seine Halterung bringen. Dazu nehmen Sie die beiden Hälften der Fassung, legen sie um die von kleinen Wülsten markierte Fläche des LNBs und schrauben sie mit den beiden kleinen Kreuzschlitzschrauben (abwechselnd festziehen) zusammen, so daß die Öffnung der Halterung unter dem LNB-Kopf nach vorne gerichtet ist.
8. Richtig. Jetzt wird der LNB samt Halterung auf das nach vorne herausragende Ende des LNB-Arms geschoben. Bringen Sie wie beim anderen Ende des Armes die Löcher in der LNB-Fassung über die Löcher im LNB-Arm und befestigen Sie den LNB auf dem Arm mit der letzten verbliebenen Schraube (wie für das andere Ende beschrieben).
9. Jetzt wird das eine Ende des Antennenkabels (das mit den beiden F-Steckern) an den LNB angeschlossen. Bei unserer Amstrad-Anlage ist der LNB das Bauteil mit der runden schwarzen Plastikkappe auf der einen und dem silbernen Aufkleber mit der Telekom-Zulassung auf der anderen Seite. Nochmals: entfernen Sie auf keinen Fall die schwarze Kappe, sie schützt den eigentlichen Umsetzer vor Feuchtigkeit und Verschmutzung. Beides würde Ihrem Satellitenempfang nicht besonders gut bekommen.
Leider hat sich mit der neuen Schüssel bei Amstrad auch etwas verschlechtert. Konnte man bei der alten Schüssel das Koaxialkabel noch vom LNB durch den hohlen LNB-Arm sicher und unsichtbar auf die Rückseite der Schüssel führen, hängt beim neuen Modell das Kabel frei in der Luft. Schade eigentlich. Nun denn, sei's drum:
10. Haben Sie ein fertiges Kabel, schrauben Sie jetzt vorsichtig von einem Ende des Kabels den F-Stecker ab. Unter den Kleinteilen finden Sie eine schwarze Hülle, die aussieht wie die Hülle eines Lautsprechersteckers. Schieben Sie diese (mit der kleineren Öffnung zuerst) auf das Koaxialkabel. Schrauben Sie jetzt den F-Stecker wieder auf.
11. Am unteren Ende des flachen LNB-Teils sehen Sie eine kleine vorstehende Buchse mit einem Gewinde an der Außenseite. In der Mitte dieser Buchse ist ein Loch. Nehmen Sie jetzt das Antennenkabel, so werden Sie sehen, daß hier in der Mitte des F-Steckers einige Millimeter Antennenkabel überstehen. Achten Sie darauf, daß dieses blanke Stück Kabel nicht abgeknickt ist, biegen Sie es ansonsten vorsichtig wieder gerade. Schieben Sie dieses Kabelstück jetzt vorsichtig in die Mitte der Buchse am LNB ein, und schrauben Sie den F Stecker auf das Gewinde. (Keine Gewalt! Ist das Stück Kabel im F Stecker zu lang (steht es über), knipsen Sie mit einer entsprechenden Zange ein kleines Stück des blanken Kabels ab. Nicht zuviel, denn ein zu kurzes Kabelende ist genauso schlecht wie ein zu langes. Haben Sie das Kabelende zu kurz geschnitten oder bricht das blanke Kabelende ab, ist dies noch lange kein Beinbruch. Die Abbildung unten auf dieser Seite zeigt Ihnen, wie Sie den F-Stecker neu montieren. Machen Sie das aber nicht zu häufig, ein bißchen Kabel brauchen wir noch, um die Schüssel mit dem Empfänger zu verbinden. Drehen Sie nicht zu fest, nur so weit, bis der Ring fest auf dem Gewinde sitzt und nicht mehr abrutschen kann. Den angeschlossenen F-Stecker sollten Sie jetzt mit einer kleinen Menge nicht wasserlöslicher Dichtungsmasse gegen Feuchtigkeit (und damit gegen Kurzschluß) isolieren. Alternativ können Sie auch Antikorrosions-Klebeband verwenden.
12. Anschließend schieben Sie den “Lautsprecherstecker" als zusätzlichen Feuchtigkeitsschutz über den F-Stecker. Das mag Ihnen vielleicht jetzt übertrieben erscheinen, aber Kurzschluß durch Feuchtigkeit ist eine der größten Gefahren für eine Satelliten Empfangs-Anlage.
Bei unserer alten Amstrad-Schüssel (und vielleicht auch bei Ihrer neuen) wird dieses Kabel jetzt durch die “LNB-Klammer" in den LNB Arm geführt und kommt am anderen Ende des Armes hinter der Schüssel wieder heraus. Bei unserer neuen Amstrad-Schüssel befestigen wir das Antennenkabel mit Isolierband unter dem Arm.

Zwischenstand


Das eine Ende des Antennenkabels ist jetzt mit dem F-Stecker an der Buchse am unteren Ende des flachen Teils am LNB befestigt. Das Kabel läuft dann unter dem LNB-Arm nach hinten und liegt mit dem F-Stecker am anderen Ende vermutlich im Zimmer herum. Dieses Ende wird später (!) am Satelliten-Empfänger angeschlossen.
Bitte schließen Sie jetzt weder den Empfänger an die Steckdose noch den F-Stecker an den Empfänger an!
.c.Aufstellung
Damit ist die eigentliche Schüssel zusammengesetzt. Alles weitere hängt von der Art der Aufstellung ab. Wollen Sie die Schüssel an einem Fuß oder einem sonstigen Rohr (beispielsweise einem selbstgebauten Ständer) befestigen, schieben Sie die Schüssel von oben auf das Rohr, so daß dieses zwischen der Autobahnbrücke und dem Sattel eingeklemmt wird, und ziehen Sie die Muttern an der U-Klammer fest, bis sich die Schüssel auf dem Ständer nicht mehr verschieben läßt.
Für die Wandmontage wird an der gleichen Stelle das verbleibende U Rohr (mit dem Bogen nach oben) eingeklemmt und mit dem anderen Ende nach dem gleichen Prinzip in der Wandhalterung befestigt. Letztere sollte bereits an der Wand befestigt worden sein, bevor Sie die zusammengebaute Schüssel hinzufügen.

Ausrichten


Steht die Schüssel jetzt auf ihrem Fuß, ist an ihrem Ständer befestigt oder hängt an der Wand, müssen Sie sie noch auf den gewünschten Satelliten ausrichten, waagerecht und senkrecht.
Zur waagerechten Ausrichtung, also nach rechts oder links, nutzen Sie am besten einen Kompaß und die Methode “Jetzt ist ein Bild da". Die senkrechte Ausrichtung, also in welchem Winkel die Schüssel zum Himmel steht, richtet sich nach Ihrem Wohnort. Diese Ausrichtung nehmen wir zuerst vor.
An der Stelle, an der die Schüsselhalterung mit der Masthalterung beziehungsweise den Wandträgern verbunden ist, befindet sich ­ wir erinnern uns ­ der Sattel mit der Justierskala. An der Schildkröte darunter weist eine Art Pfeilspitze (ein kleines Dreieck) auf die Gradskala. Nehmen Sie jetzt nochmals die Aufbauanleitung Ihrer Schüssel zur Hand. Suchen Sie die Tabelle mit den Angaben zur Elevation oder zum Höhenwinkel. Wie gesagt, befinden sich die ASTRA Satelliten in etwa 38.000 Kilometern Höhe über dem afrikanischen Staat Zaire. Verständlicherweise ist der Winkel zu diesem Punkt von Wien aus ein anderer als beispielsweise von Brüssel oder Hamburg. Der Elevationswinkel richtet sich nach dem Breitengrad. Während im hohen Norden Englands oder Skandinaviens ein Winkel von etwa 20° eingestellt werden muß, wächst der Winkel kontinuierlich, je weiter südlich sich die Schüssel befindet. In Hamburg und Amsterdam beträgt der Winkel etwa 28°, in Dortmund und Brüssel etwa 31° und in München, Wien und Zürich etwa 35°. Kippen Sie also die Schüssel so, daß der Zeiger der Justierklammer auf den Gradwert für Ihren Wohnort zeigt, und ziehen Sie die Schrauben, die die Justierklammer halten, fest an. Diese Justierung darf sich nicht verändern, auch nicht bei Wind und Wetter. Schon wenn sich Ihre Schüssel nur um einen Zentimeterwert verschiebt, peilt sie meilenweit an den gewünschten Satelliten (beispielsweise ASTRA oder EUTELSAT) vorbei einen Punkt in den unendlichen Weiten des Enterprise-Weltalls an ­ womit Sie Ihren Satelliten-Empfang vergessen könnten. Gleiches gilt auch für die waagerechte Ausrichtung, die wir aber erst vornehmen, nachdem wir den Empfänger angeschlossen haben.
Diese Ausrichtungen lassen Sie übrigens ebenso wie die Montage am besten von einem Fachmann, eventuell einem Satelliten-Fach-Betrieb vornehmen, wenn die Schüssel aufs Dach kommen soll. Bei Rundfunk- und Antennenhändlern haben wir die Erfahrung machen müssen, daß die nur dann eine Schüssel montieren, wenn sie sie selbst verkaufen können. Spätestens nach dem ersten Umzug mit einer Schüssel werden Sie vermutlich diese typisch deutsche Krämerhaltung kennenlernen; also nicht ärgern, sondern direkt den Elektromeister oder Satelliten Fachbetrieb heimsuchen. (Einen angeblichen Satelliten-Fach-Betrieb allerdings, wie den, der noch 1993 mit einer derart veralteten Anzeige warb, sollten Sie gleich links liegen lassen. Tele 5 und RTL Veronique sind bereits seit längerem Mediengeschichte, ebenso wie der Sportkanal.) Eine Dach-Montage kostet ungefähr 500,­ bis 800,­ DM, je nach Aufwand und Geschäftsführer.

Kabelführung


Führen Sie jetzt das freie Ende des Kabels (mit dem F-Stecker) auf (möglichst) direktem Weg an die Stelle, an der der Receiver stehen soll.
Achten Sie darauf, daß das Kabel möglichst geschützt vor Witterungseinflüssen verläuft. Benutzen Sie für die Kabelverlegung von der Wandhalterung aus beispielweise geschlossene Kabelführungen, die an der Wand befestigt werden können. Vermeiden Sie auf jeden Fall, daß das Kabel überflüssige Längen hat, schwingt oder geknickt werden kann.
Damit sind die Außenarbeiten erst einmal abgeschlossen. Während wir verschnaufen, können wir ja einen kurzen Blick darauf werfen, wie die ganze Sache bei einer Schüssel, an die mehrere Receiver angeschlossen werden sollen, aussieht.
.c.Umleitung
Bis auf die Tatsache, daß Sie einen LNB mit zwei Anschlüssen (oder zwei separate LNBs) haben und zwei Koaxialkabel nach drinnen führen müssen, ist bei einer Anlage für mehrere Receiver bis hierhin alles identisch.
Die beiden Kabel führen Sie allerdings jetzt nicht zum Satelliten Receiver, sondern zur Multiswitch-Schaltbox. Von dort gehen dann wieder die einzelnen Kabel (jeweils eines für jeden angeschlossen Receiver) zu den Empfangsstellen (in Ihrer Wohnung oder den anderen im Haus).

Innen-Einrichtung


Wieder bei Kräften? Gut. Nehmen Sie jetzt den Satelliten-Empfänger aus der Verpackung. Schließen Sie ihn aber noch nicht an das Stromnetz an!
In der Verpackung befinden sich meist neben dem Empfänger noch das Handbuch, eine Fernsteuerung, die zugehörigen Batterien und ein Antennenkabel. Bei Geräten, die für Campinganlagen gedacht sind, auch noch ein Kabel zum Anschluß an den Zigarettenanzünder des Autos.
Passen Sie jetzt die Führung der Antennenkabel zwischen der normalen Antennensteckdose (von der aus Sie bisher Ihren Fernseher mit den normalen TV-Programmen versorgt haben) und Ihrem TV Gerät/Videorecorder den neuen Gegebenheiten an. Wir gehen davon aus, daß der Satelliten-Empfänger in unmittelbarer Nähe der Antennensteckdose steht. Anderenfalls benötigen Sie noch ein zusätzliches Antennen-Verlängerungskabel, das Sie an das Ende des dem Empfänger beiliegenden Antennenkabels anschließen, das normalerweise in die Antennensteckdose gesteckt würde. (Oder Sie nehmen statt dessen einfach ein entsprechend langes anderes Antennenkabel.)
Ziehen Sie das Antennenkabel aus der Antennen-Steckdose, das bisher direkt mit Ihrem TV-Gerät/Videorecorder verbunden war. Nehmen Sie das Kabel, das dem Empfänger beigelegen hat (oder ein beliebiges anderes Koaxialkabel), und stecken Sie das eine Ende in die Buchse Antennen-Eingang /RF IN/Antenna IN (o.ä.) am Empfänger. Das andere Ende dieses Kabels stecken Sie in die normale Antennensteckdose (oder auf das eine Ende des oben erwähnten Verlängerungskabels). Den freien Stecker des Kabels, das zu Ihren Geräten (TV/Video) führt und bisher in der Antennensteckdose steckte, schieben Sie jetzt in die Buchse Antennen-Ausgang /RF OUT/Antenna OUT (o.ä.) auf der Rückseite des Satelliten-Empfängers. Damit haben Sie sichergestellt, daß Sie die “normalen", über die bisherige Dachantenne hereinkommenden Programme (beispielsweise RTL oder SAT.1 mit den jeweiligen Regionalprogrammen) weiterhin wie gewohnt empfangen können.
Sollte Ihr TV-Gerät oder Ihr Videorecorder über eine Scart-Buchse verfügen, nutzen Sie unbedingt auch die Möglichkeit, den Satelliten Receiver mit einer AV-Verbindung an Ihren Videorecorder und/oder Ihren Fernseher anzuschließen, das ergibt eine deutliche Qualitätsverbesserung gegenüber der Verkabelung mit “normalen" Antennenkabeln. Lesen Sie dazu bitte auch die Hinweise in den Handbüchern zu Ihrem TV-Gerät und Ihrem Videorecorder. (Sie können auch den Fernseher und einen oder mehrere Videorecorder gleichzeitig über AV-Kabel verbinden. Hierfür gibt es verschiedene Modelle von Umschaltboxen, beim Elektronikspezialisten Thoma in Dentlein erhalten Sie beispielsweise die Scartbox SK1A inklusive dreier Scartkabel für etwa 240,­ DM. Mehr dazu unter “Was dazugehört" im Kapitel 13.)

Anschluß


Erinnern Sie sich noch, wie Sie das eine Ende des Antennenkabels mit dem F-Stecker an der Schüssel befestigt haben? Genau so eine vorstehende Buchse mit einem Loch in der Mitte und einem Gewinde außen herum finden Sie auch auf der Rückseite des Satelliten Empfängers. An diese Buchse schließen Sie jetzt das freie Ende des von der Schüssel (oder der Multiswitch-Schaltbox) kommenden Antennenkabels an. Achten Sie wiederum darauf, daß das blanke Kabel nicht geknickt ist, und drücken Sie keinesfalls kräftig. Schrauben Sie wie gehabt den Ring des F-Steckers über das Gewinde. Damit haben wir die Satelliten-Antenne zusammengebaut, montiert und über den Satelliten-Receiver an Ihren Fernseher angeschlossen. Jetzt wird es Zeit, das erste Bild zu sehen.

Innere Einstellungen


Haben Sie den Satelliten-Empfänger über ein AV-Kabel mit Ihrem TV Gerät oder Ihrem Videorecorder verbunden, schalten Sie die Geräte auf den entsprechenden Kanal (und vorläufig den Ton ab). Verbinden Sie jetzt den Satelliten-Empfänger mit dem Stromnetz (stecken Sie den Stecker in die Steckdose).
ACHTUNG! Von jetzt an dürfen Sie die Antennenkabelverbindung zwischen Schüssel und Satelliten-Empfänger nicht mehr unterbrechen. Müssen Sie einen der F-Stecker lösen oder das Kabel durchtrennen, schalten Sie zuerst den Satelliten-Empfänger aus und ziehen den Netzstecker. Sonst könnte es zu Kurzschluß und ernsthaften Beschädigungen Ihrer Anlage kommen.
Legen Sie die mitgelieferten Batterien in die Fernsteuerung ein, und schalten Sie den Satelliten-Empfänger auf irgendeinen Kanal. Drücken Sie beispielsweise die Taste 1 (auf dem Amstrad-Receiver entspricht das dem 1. Satelliten-Kanal von ASTRA 1A, dem deutschen Unterhaltungsprogramm RTL 2).

Test ­ Test


Wenn Sie den Fernseher (oder Videorecorder) nicht mit einem AV-Kabel an den Satelliten-Receiver anschließen können (oder wollen), müssen wir jetzt den Receiver auf einen eigenen Programmplatz legen. Auf der Rückseite Ihres Satelliten-Empfängers finden Sie einen Schalter mit der Aufschrift “Test Signal" (oder so etwas ähnliches). Stellen Sie den Schalter auf “Ein" oder “On". Ihr Satelliten-Receiver strahlt jetzt, wie Sie es vielleicht bereits von Ihrem Videorecorder her kennen, auf der Frequenz, auf der Sie später auch die Satelliten-Fernsehprogramme in Ihrem Fernsehgerät empfangen, ein Testbild aus (einen schwarzen und einen weißen Streifen).
Sollten Sie mit AV-Verbindung arbeiten, müßte das Testbild jetzt bereits zu sehen sein. Arbeiten Sie mit normaler Antennenverbindung, wählen Sie jetzt einen Programmkanal, auf dem Sie noch kein Fernsehprogramm (auch keinen Videorecorder o.ä.) einprogrammiert haben ­ der also nur “Schnee" zeigt. Am besten ist es, wenn Sie jetzt das Antennenkabel für die normalen Programme aus der Antennensteckdose ziehen (der in der Wand oder der mit “Ant. In" beschrifteten Antennenbuchse auf der Rückseite des Receivers). Damit kann kein anders empfangenes TV-Programm mehr den Empfang unseres Receivers stören, und der Suchlauf findet einzig und allein den Receiver - was die Sache deutlich vereinfacht und verkürzt.
Jetzt müssen Sie auf dem UHF-Band Ihres TV-Gerätes (mit Sendersuchlauf oder durch Drehen des Einstellrädchens) nach dem Testbild suchen, ganz so, wie Sie auch die anderen TV-Programme eingestellt haben. Ziehen Sie notfalls die Beschreibung Ihres Fernsehgerätes zu Rate. Meist sendet der Satelliten-Receiver irgendwo im Bereich zwischen UHF-Kanal 34 und 45. Versuchen Sie es zuerst einmal mit dem Kanal 36. (Kleine Orientierungshilfe: auf dem UHF-Band senden meist auch um den Kanal 20 das ZDF und zwischen 30 und 60 die Privaten und die Dritten Programme.)
Haben Sie das Testbild? Gut. Dann verbinden Sie den Receiver jetzt wieder mit der Dachantenne. Ist das Testbild jetzt gestört, sendet auf dem gleichen Kanal wie der Receiver auch ein normales TV-Programm. Lesen Sie dann im Handbuch zu Ihrem Satelliten-Empfänger nach, wie der RF-Ausgang (der TV-Kanal, auf dem der Satelliten-Empfänger die Programme an Ihren Fernseher “sendet") verändert werden kann. Versuchen Sie jetzt am besten mit der Sender-Feineinstellung Ihres TV-Gerätes in unmittelbarer Nähe des gestörten Testbild-Kanals einen freien Empfangsbereich zu finden. (Meist dienen dazu Plus- und Minus Tasten, die gedrückt gehalten werden.) Sie dürfen dabei aber nicht den Bereich verlassen, der in der Beschreibung Ihres Satelliten-Receivers unter “Technische Daten/RF-Ausgangssignal" angegeben wird. (beispielsweise Kanal 30 - 40).
Sollte es nicht gelingen, das Testbild bei eingesteckter Dachantenne sauber zu bekommen, gibt es zwei (bis drei) Auswege:
1. Sie verbinden TV-Gerät und Sat-Receiver doch über ein AV-Kabel (um die 25,­ DM in Warenhäusern). Besitzt Ihr TV-Gerät nur eine runde Euroscart-Buchse, müssen Sie sich auch einen entsprechenden Adapter (einen Zwischenstecker) besorgen. Besitzt Ihr TV-Gerät keine AV Buchse, lesen Sie in der Beschreibung nach, oder fragen Sie Ihren Händler, ob das Gerät mit einer AV-Buchse nachrüstbar ist. Die meisten Fernsehgeräte sind es heute.
2. Sie verbinden den Satelliten-Receiver gar nicht mit der Dachantenne (die Buchse “Ant. In" bleibt frei), sondern besorgen sich einen Koaxialumschalter bzw. einen TV-Antennenumschalter (keinen Rund-funk-/Radio-Antennenumschalter, hier sind die falschen Buchsen drin) und ein bis zwei zusätzliche Koaxialkabel.
Diese Umschalter besitzen zwei Buchsen auf der einen Seite und ein mehr oder weniger langes Antennenkabel mit Stecker (oder eine andere Buchse) auf der anderen Seite. In die erste der beiden Eingangsbuchsen kommt das Antennenkabel, das von der Dachantenne kommt und in die zweite ein zusätzliches Kabel, das Sie mit der Antenna-Out-Buchse des Satelliten-Receivers verbunden haben. Das andere Ende (entweder mit dem fest angeschlossenen oder dem weiteren zusätzlichen Kabel) geht dann zum TV-Gerät. Je nachdem, wie der Schalter gerade steht, kommen jetzt nur die Satelliten-Programme oder nur die normalen Dachantennen-Programme zum Fernseher - können sich so also nicht mehr stören. Es ist halt nur ein wenig unpraktischer als ein AV-Kabel.
Diese Umschalter wurden übrigens meist genutzt, um zwischen Telespielen und Fernsehprogrammen umzuschalten. Dem Schalter ist es aber egal, ob er zwischen einer Telespielkonsole oder einem Sat Receiver und der Dachantenne umschaltet. Achten Sie darauf, daß Sie hier nicht zu billig einkaufen, der Umschalter muß die Signale sehr gut trennen. (Es dürfen schließlich keine Signale von der Dachantenne durchkommen, wenn Sie auf den Satelliten-Receiver geschaltet haben.)
Die dritte Möglichkeit ist die simpelste: Sie stecken das Antennenkabel von der Dachantenne nur ein, wenn Sie keine Programme vom Satelliten-Receiver empfangen wollen.
Geschafft? Testbild störungsfrei? Haben Sie das Testbild-Programm fest in Ihren Fernseher gespeichert? (Beispielsweise auf 99?) Gut, dann können wir einen weiteren Schritt in Richtung himmlische Programme machen.

Der Himmel ist voller Programme...


Schalten Sie jetzt auf der Rückseite des Satelliten-Empfängers das Testbild wieder aus. Auf Ihrem Fernseher dürften Sie jetzt wieder nur Schnee oder Schlieren sehen. Haben Sie die Schüssel vorher bereits waagerecht ausgerichtet (auf etwa 19° Ost), könnte es sogar sein, daß Sie bereits ein mehr oder weniger gestörtes Bild des Unterhaltungsprogramms RTL 2 auf Ihrem Fernseher bewundern können. (Erkennbar außerhalb der Werbeblöcke am Logo mit der geschwungenen 2 links oben.)
Haben Sie die Schüssel an einer Stelle befestigt (an der Wand montiert oder auf einem Fuß oder Ständer angebracht), von der aus Sie Ihren Fernseher sehen können, brauchen Sie jetzt nur noch die Schüssel ganz langsam nach links oder rechts zu drehen, bis sich ein Bild auf Ihrem Fernseher zeigt. Ansonsten benutzen Sie zunächst einen Kompaß und richten die Schüssel auf 19,2° Ost aus. Wenn Sie mit Sichtkontakt zum Fernsehgerät arbeiten, achten Sie darauf, daß es ein paar Minuten dauern kann, bis sich der Empfänger auf die Signale eingestellt und sich das Bild stabilisiert hat. Haben Sie ein Bild, versuchen Sie durch winziges Drehen in die eine oder andere Richtung, die optimale Stellung zu ermitteln. Schalten Sie jetzt auch den Ton Ihres TV-Gerätes wieder ein, und nutzen ihn als weiteres Einstellungskriterium.
Sollte es trotz klaren Bildes aus den Lautsprechern nur rauschen, kontrollieren Sie kurz, ob der Receiver auf die richtigen Tonträger eingestellt ist. Bei RTL 2 sollte das sein: Audio 1 bzw. 7,02/7.20 für Stereo. (Wenn stat dessen bei Ihrem Receiver Audio 7 bzw. 6,50 erscheint, ist das auch kein Beinbruch, dort strahlt RTL 2 den Mono-Ton aus. Mehr zu den diversen Toneinstellungsmöglichkeiten erfahren Sie im nächsten Kapitel. Jetzt nur soviel: Bild und Ton sind beim Satelliten Empfang zwei Paar Schuhe.
Zurück zum Bild: Solange noch kleine waagerechte weiße oder schwarze Striche im Bild zu sehen sind, sogenannte Fische, ist die Einstellung noch nicht in Ordnung. Beachten Sie aber, daß das Einstellen Millimetersache ist. Die Schüssel muß Kontakt zu dem in 38.000 Kilometern Höhe über dem Äquator stehenden Satelliten halten, der selbst nicht viel größer als eine Hundehütte ist. Auf dieser Strecke macht ein halber Zentimeter schon eine Menge aus. Haben Sie ein klares, fischfreies Bild, ziehen Sie die Befestigungsschrauben fest, so daß Wind und Wetter die Schüssel nicht mehr aus der eingestellten Position bringen können. Es sei nochmals gesagt: Wenn Sie üblicherweise von handwerklichen Dingen die Finger lassen, sollten Sie auch die Schüssel von einem Fachmann montieren und ausrichten lassen (zumindest die Außeneinheit). Lassen Sie sich hierfür vorher einen schriftlichen Kostenvoranschlag machen, vergleichen Sie die Angebote, und geben Sie im Zweifelsfall einem Menschen, der das notwendige Satelliten Instrumentarium und Erfahrungen in diesem Bereich hat, den Vorzug vor einem kabelvertreibenden Fachhändler oder Antennenbauer. Vielleicht fragen Sie auch mal Freunde oder Nachbarn, die bereits eine Schüssel haben, ob die Ihnen jemanden empfehlen können. Soll die Schüssel auf's Dach oder soll es eine Mehrfachverteileranlage werden, sollte auf jeden Fall der Satelliten-Experte dran.
Damit haben Sie die Welt der Satelliten-Programme in Ihrem Fernseher. Schalten Sie den Empfänger jetzt beispielsweise auf 6, erscheint bei den vorprogrammierten Amstrad-Empfängern SAT.1 auf Ihrem Bildschirm, auf 14 liegt PRO 7, auf 2 RTL Televison. Bei anderen Empfängern können sich die Programmplätze unterscheiden, lesen Sie dazu die Angaben in Ihrem Handbuch zum Satelliten-Empfänger, und vergleichen Sie die angegebenen Frequenzen mit unserer Übersicht im zweiten Teil dieses Buches. Auch bei den vorprogrammierten Empfängern werden Sie wahrscheinlich früher oder später die von Ihnen bevorzugten Programme auf die ersten neun Programmspeicher legen. Jetzt aber erst mal viel Vergnügen beim Herumprobieren mit der Welt der neuen Programme.
ACHTUNG! Verzweifeln Sie nicht, wenn Sie beispielsweise bei den vorprogrammierten Amstrad-Empfängern auf den Programmspeichern 3, 7, 8, 9, 11, 13, 15, 16, 17, 18, 20, 22, 23, 24, 26, 27, 30, 31, 32, 34, 35, 36, 38, 40, 41, 42, 46, 47, 63 und 64 keinen oder gestörten Empfang haben. Ihr Empfänger ist völlig in Ordnung, und auch die Schüssel ist richtig ausgerichtet. Auf den zu diesen Programmplätzen (die den ASTRA-Transpondern entsprechen) gehörenden Frequenzen senden bei ASTRA die diversen verschlüsselten Programme und Programme in einer anderen Fernsehnorm (D2-MAC), für die Sie spezielle Decoder benötigen (mehr dazu unter Pay-TV). (Sollte ASTRA 1D inzwischen bereits senden, dürften es sogar noch einige Schlieren mehr sein.) Ist Ihr Receiver mit einem Videocrypt-Decoder ausgestattet, kann es sein, daß auf diesen Kanälen die Programmnamen auf dem Bildschirm erscheinen oder die Aufforderung “Please insert card". Übersehen Sie die Aufforderung, Sie müßten schon im Besitz der richtigen Smart-Card sein, um die betreffenden Programme empfangen zu können. Und um es ganz ehrlich zu sagen: es lohnt sich nicht, sich so eine Karte zuzulegen. Noch gibt es genügend unverschlüsselte deutschsprachige Programme, und in der Videothek sind Sie freier in der Auswahl und kommen weitaus günstiger an die Filme als beim Pay-TV. Die Smart-Cards für die englischen Programme sind entweder in unseren Breiten nicht erhältlich oder bieten meiner Meinung nach kein Programm, für das es sich lohnte, pro Monat 30 DM oder mehr auszugeben. Zumal auch die Originalversionen englischsprachiger Filme auf Video bei uns mittlerweile erhältlich sind (beispielsweise bei der edel company, Postfach 52 01 51, D-22591 Hamburg).

Persönliche Kanäle


Jetzt wollen wir Ihnen die Bedienung des Empfängers etwas erleichtern und die von Ihnen bevorzugten Programme auf Speicherplatze legen, die Sie sich merken können. Oder die ersten neun Speicherplätze belegen (so daß Sie nicht immer 10... und 4 oder 1 und 4 oder gar -- 1 und 4 drücken müssen, wenn Sie PRO 7 sehen wollen). Wir wollen PRO 7 jetzt einmal als Beispiel auf den Speicher 7 legen (dort, auf der Frequenz 11.303 GHz H, liegt bei den meisten vorprogrammierten Empfängern ohnehin das verschlüsselte D2-MAC-Programm TV1000).
Da es verschiedene Arten von Receivern gibt, hat auch jeder eine eigene Art, Kanäle einzustellen. Wir beschreiben hier einen Receiver mit Onscreen-Menüführung und einen mit herkömmlicher Einstellungsweise. Bei der Onscreen-Menüführung erscheinen die einzustellenden Werte nicht auf der Anzeige des Receivers, sondern auf dem Bildschirm Ihres Fernsehgerätes. Dazu muß auf Ihrem Fernsehgerät natürlich das Satellitenprogramm zu sehen sein, auf das der Receiver gerade eingestellt ist. Ihr Receiver kann sich von den hier beschriebenen Einstellungsarten hier und da unterscheiden. Lesen Sie einfach die Bedienungsanleitung.

Total Normal


Doch hier zunächst die Beschreibung, wie Sie bei einem “normalen" Receiver die Programme einstellen. (Bei einigen Receivern müssen Sie vor Schritt 1 in den Programmiermodus umschalten, etwa, indem Sie eine Taste mit der Aufschrift “Mode" drücken.)
1. Drücken Sie jetzt einmal auf die 7 Ihrer Fernsteuerung. Drücken Sie die Taste (Pre-)Set (oder Video). Die Video-Frequenz (1)1303 wird angezeigt (einige Receiver zeigen nur die letzten vier Ziffern, daher steht die erste hier in Klammern).
2. Drücken Sie jetzt auf die mit “Tune + " beschriftete Taste (oder die mit dem nach oben zeigenden Pfeil ), bis (1)1406 (oder ein unmittelbar in der Nähe liegender Wert angezeigt wird, oder geben Sie, falls möglich, die Video-Frequenz über die Zifferntastatur der Fernsteuerung direkt ein. Die Ziffern könnten jetzt noch ein wenig wechseln und höhere oder niedrigere Frequenzen anzeigen und sich dann in der Nähe der (1)1406 einpegeln. Auf Ihrem Fernseh-Bildschirm müßte jetzt das Programm von PRO 7 erschienen sein. (Kontrollieren Sie gegebenenfalls, sollte oben links nicht das PRO 7-Logo eingeblendet sein, das aktuelle Programm anhand Ihrer Fernsehzeitschrift.)
Bei älteren Modellen wird durch nochmaliges Drücken der Preset Taste die neue Frequenz gespeichert, und PRO 7 liegt auf Taste 7 der Fernsteuerung. Bei einigen Receivern müssen Sie für die Einstellungen erst die entsprechenden Einstellbereiche, (beispielsweise Audio, LNB, Polarisation usw.) aufrufen und können diese dann einstellen. Anschließend können Sie diese Einstellungen mit “Store" abspeichern (dazu muß beispielsweise mit einem spitzen Gegenstand (kleiner Schraubenzieher, Bleistift oder Ahle) in eine Vertiefung gedrückt werden).
3. Beim einigen Receivern drücken Sie jetzt nochmals “Set" und befinden sich im Bereich, in dem die Audio-Frequenz eingestellt wird. Steht hier A 6.50 (für Mono) oder S 7.02 (für Stereoton), ist das korrekt. Wenn nicht, verändern Sie die angezeigte Frequenz mit den Tasten “Tune +" bzw. “Tune -", bis - wenn Sie einen Mono-Fernseher einsetzen - die A 6.50 bzw., wenn Ihr Fernsehgerät ein Stereomodell ist, die 7.02 erscheint. Sie können auch 6.50 oder 7.02 mit den Ziffern der Fernsteuerung direkt eingeben. (Sollte statt des A ein S oder umgekehrt in der Anzeige stehen, ändern Sie das mit der Taste M/S.
4. Da TV 1000 horizontal und PRO 7 vertikal polarisiert ist, müssen wir auch die Polarisation ändern. Beim “normalen" Receiver drücken Sie dazu - wenn entweder A 6,50 oder S 7.02 in der Anzeige steht, nochmals die Set-Taste. Jetzt erscheint die eingestellte Polarisation für den Programmplatz 7 in der Anzeige, beispielsweise “I.I.7." Auf die Polarisation kommen wir in einem der folgenden Kapitel noch einmal ausführlich zurück.
Bei einigen Receivern erscheint ein H für Horizontal und ein V für Vertikal, andere zeigen einen kleinen Querstrich je nach Polarisation oben oder unten in der Anzeige. Was Ihr Receiver zeigt, steht in der Betriebsanleitung zu Ihrem Gerät.
5. Drücken Sie jetzt einmal auf die Taste V/H. Mit einer solchen Taste schalten Sie bei fast allen Receivern immer zwischen den beiden Polarisationen Vertikal und Horizontal hin und her.
6. Drücken Sie ein letztes Mal die Set-Taste, um in den normalen Anzeige-Modus zurückzukehren. Auf dem Display (der Anzeige) erscheint wieder die 7.
7. Haben Sie sich vertan, können Sie bei einigen Receivern die falsche Einstellung gezielt aufrufen und korrrigieren, bei anderen müssen Sie mit Set den kompletten Kreis nochmals durchlaufen: Videofrequenz, Audiofrequenz, Polarisation.
8. Ist alles in Ordnung und wollen Sie die Einstellungen auf Dauer speichern, drücken Sie die Taste “Store" (und bei einigen Receivern noch zusätzlich “CH+").

Kopieren und Verschieben


Damit haben Sie PRO 7 auf den Programmspeicher 7 Ihres Satelliten Receivers gelegt. Manche Receiver erlauben eine Abkürzung: Wählen Sie Programm 14. (Hier ist vom Werk aus PRO 7 programmiert.) Aktivieren Sie einmal die Store-Vertiefung. Die Programmanzeige 14 blinkt. Drücken Sie jetzt nacheinander 0 und 7. In der Anzeige blinkt jetzt die Programmplatzanzeige 07. Aktivieren Sie noch einmal Store. Die kompletten Einstellungen zu PRO 7 vom Programmplatz 14 haben Sie damit auf den Programmplatz 7 kopiert. PRO 7 liegt jetzt auf 7 und auf 14. (Und 14 können Sie später mit einem beliebigen anderen Programm belegen.)
Soweit die einfache, herkömmliche Methode. Viele neue Receiver bieten aber ein Onscreen-Display an. Das bedeutet: die einzustellenden Daten erscheinen nicht mehr auf dem Receiver, sondern auf dem TV Bildschirm.
Für dieses Beispiel gehen wir davon aus, daß unser Amstrad SRX 350 an eine Schüssel angeschlossen ist, die auf EUTELSAT II-F1 ausgerichtet ist. Diesmal nehmen wir ein neues Programm auf, das noch nicht vorprogrammiert war. Und zwar legen wir den europäischen Nachrichtensender Euronews anstelle des Kabelkanals auf Programmplatz 102. Vorher haben wir uns die genauen Einstelldaten besorgt (beispielsweise im Videotext bei SAT.1 Seite 548, oder in einer Frequenztabelle in einer aktuellen Satelliten-Zeitschrift, etwa der TELE-satellit): Euronews sendet über EUTELSAT II-F1 auf der Videofrequenz 11.575 GHz Vertikal. Der deutsche Ton wird auf 6,65 MHz, der englische auf 7,02 MHz übertragen.
1. Schalten Sie den Receiver auf Programm 102. (Drücken Sie nacheinander 1, 0 und 2, und achten Sie darauf, daß die von Ihnen gedrückten Ziffern auch oben rechts im Fernsehbild angezeigt werden: erst 1--, dann 10-, dann 102.) In der Anzeige am Receiver erscheint jetzt die 102, auf dem TV-Bildschirm neben der Angabe 102 oben rechts unten links KABELKAN und unten rechts (je nachdem, ob Ihr Receiver über einen Timer verfügt oder nicht, die aktuelle Uhrzeit - wenn Sie die Receiver-Uhr nicht gestellt haben, blinkt diese Anzeige). Anschließend erscheint wie bei den anderen Receivern auch das Schlierenbild. (Kabelkanal ist ein verschlüsseltes D2-MAC-Programm.)
2. Drücken Sie jetzt auf die Taste “Setup".etzt erscheint ein Menü wie das in der Abbildung.
Die Einstellung, die Sie gerade verändern können, blinkt. Beim Amstrad SRX 350 ist dies nach dem Drücken von Setup immer “KN Sperre", also die Kindersicherung.
3. Mit einem Druck auf die OK-Taste wird die aktuelle Einstellung beibehalten, und die nächste Zeile blinkt. Drücken Sie jetzt noch einmal OK, so daß die Zahl hinter KN Frequenz blinkt. (Bei anderen Receivern kann der Menüpunkt auch Videofrequenz oder ähnlich genannt sein.) Hier steht im Augenblick 11.055 (oder ein Wert in der Nähe dieser Zahl). Das ist natürlich nicht die Frequenz von Euronews, trotzdem drücken Sie auf OK und kommen damit zum Menü-Punkt H/V-Pol (Horizontal/Vertikal Polarisation).
Da in der Einstellungszeile hinter H/V im Moment HORIZ blinkt, können wir diese verändern. Dazu nutzen wir die beiden Tasten zwischen den Beschriftungen Channel und Select. Logischerweise werden bei angezeigten Zahlen diese beim Druck auf + bzw. dem nach oben zeigenden Dreieck größer, während sie beim Druck auf - bzw. dem nach unten zeigenden Dreieck kleiner werden. Je länger Sie eine der beiden Tasten gedrückt halten, um so schneller laufen die Zahlen durch. Bei anderen Angaben schalten Sie mit den beiden Tasten einfach zwischen den verschiedenen Einstellmöglichkeiten (AN/AUS, ENG/WEIT, PAL/MAC/RADIO usw.) um. Euronews hat die Videofrequenz 11.575 Vertikal. Bevor wir die Videofrequenz ändern, empfiehlt es sich daher, zunächst die Polarisation zu ändern.
4. Drücken Sie auf + oder -, die Anzeige wechselt von HORIZ auf VERTIKAL.
5. Bestätigen Sie mit OK. Damit sind Sie im Menüpunkt Audiomodus angelangt. Da hier eine 1 steht, müssen wir dies ändern. (In Ihrem Handbuch finden Sie eine Tabelle, die erläutert, welche Frequenzen sich hinter den (beim Amstrad) 16 möglichen Einstellungen verbergen. 1 entspricht dabei 7.02/7.20 MHz (meist für den TV-Stereoton genutzt), 6 entspricht 7.02 MHz (interessant, wenn das Programm in verschiedenen Sprachen ausgestrahlt wird) und 16 der Tonträgerfrequenz 6.65 MHz (beispielsweise für den Mono-Ton auf EUTELSAT oder eine bestimmte Sprache bei einem internationalen Programm). Wählen Sie hier also mit der Taste + den Modus 6, wenn Sie den englischen Ton empfangen wollen, oder mit einem Druck auf - die Einstellung 16, wenn Sie den deutschen Ton haben möchten.)
6. Bestätigen Sie mit OK. Jetzt sind Sie in der Zeile System angekommen. Dahinter steht MAC, da Kabelkanal in der Fernsehnorm D2 MAC ausgestrahlt wird. (Selbst wenn Ihr Receiver einen MAC-Decoder eingebaut hat, hilft Ihnen das nichts, das Programm ist zusätzlich mit Eurocrypt hart verschlüsselt - wofür es (bislang) keine Smart-Cart gibt, da das Kirch-Programm als Freundschaftsdienst für die Deutsche Bundespost Telekom nur für Kabelnetze gedacht ist.) Ändern Sie die Einstellung hier in PAL, die bei uns gebräuchliche Fernsehnorm.
7. Bestätigen Sie wieder mit OK, blinkt jetzt die Zeile “Vid Abweichung". Da die unterschiedlichen Satellitenprogramme mit unterschiedlichen Bildeinstellungen arbeiten, ist der Kontrast bei ASTRA beispielsweise deutlich stärker als bei über EUTELSAT ausgestrahlten Programmen. Bei ASTRA lautet die Einstellung hier generell ENG, bei EUTELSAT WEIT. (Welche Programme welches Satelliten welche Einstellung brauchen, steht auch in der Programmtabelle, die beispielsweise dem Amstrad Receiver beiliegt.)
8. Da wir ein EUTELSAT-Programm empfangen wollen, lassen Sie hier WEIT stehen.
9. Drücken Sie auf OK. Die erste Zeile des Menüs EINSTELLEN KN blinkt. Hierzu sagen wir gleich noch etwas.
10. Drücken Sie auf OK. Hinter KN Name blinkt jetzt die erste Position des Wortes, das K von KABELKAN (genau: das, was hier eingegeben wurde, wird immer unten links eingeblendet, wenn Sie ein Programm aufrufen).
Wenn Sie jetzt auf eine der beiden Einstelltasten drücken, laufen keine Zahlen, sondern zunächst die Buchstaben des Alphabetes, dann Zahlen und schließlich einige Zeichen. (Je nachdem, in welche Richtung Sie die jeweilige Position laufen lassen.)
11. Lassen Sie jetzt die Buchstaben laufen, bis statt des K ein E an erster Stelle steht. Drücken Sie dann einmal OK und lassen die zweite Position durchlaufen, bis statt des A ein U angezeigt wird. Fahren Sie fort, bis statt des KABELKAN dort EURONEWS steht. (Sollten Sie einmal zuviel OK gedrückt haben und zum nächsten Buchstaben gesprungen sein, bevor der aktuelle Buchstabe richtig eingestellt war, setzen Sie erst das Wort ohne Rücksicht auf den falschen Buchstaben fort und laufen dann, indem Sie immer wieder OK drücken, einmal durch das ganze Menü, bis Sie wieder bei dem falschen Buchstaben angelangt sind, und stellen diesen dann richtig ein. Haben Sie den letzten Buchstaben der Zeile mit OK bestätigt, springen Sie zur nächsten Zeile LNB.
Mit dieser Einstellung schalten Sie zwischen den beiden LNB Anschlüssen A und B des Receivers um. Unser Amstrad ist nämlich für Multifeedanlagen (also den Anschluß von zwei LNBs an einer Schüssel oder zwei getrennten Schüsseln) ausgelegt. Diese Zeile ist erst richtig interessant, wenn Sie mehrere LNBs oder mehrere Frequenzbereiche (Low und High) an den Receiver angeschlossen haben. Haben Sie beispielsweise eine Multifeed-Anlage zum gleichzeitigen Empfang von ASTRA und EUTELSAT, sind beide Eingänge des Receivers belegt: beispielsweise ist an Eingang A der ASTRA-LNB angeschlossen und an Eingang B der EUTELSAT-LNB. Da Euronews ein EUTELSAT-Programm ist, müßte also hier Eingang B gewählt werden, genauer gesagt B-Low, für ASTRA A-Low. Da diese Multifeed-Anlagen aber ohnehin am besten von Spezialisten aufgebaut und eingerichtet werden, hat man Ihnen vermutlich diese Funktion bereits erläutert. Haben Sie an den Receiver, wie in unserem Beispiel nur einen LNB angeschlossen, müssen Sie den Anschluß wählen, an dem der F-Stecker am Receiver angeschlossen ist, wahrscheinlich also A (Low).
12. Drücken Sie jetzt so oft OK, bis die Frequenzanzeige wieder blinkt. Da wir jetzt auf der richtigen Polarisationsebene sind, können wir die Videofrequenz für Euronews direkt sauber einstellen. In der Zeile steht immer noch die Frequenz des Kabelkanals, 11.055 GHz. Für Euronews müssen wir zur Frequenz 11.575.
13. Drücken Sie jetzt + bzw. das nach oben zeigende Dreieck. Die Frequenzangabe läuft jetzt. Bei 11.570 sollten Sie die Taste loslassen und so lange immer wieder kurz auf die Taste drücken, bis Sie 11.575 erreicht haben. Hinter dem Menü sehen Sie zwischendurch zwei Programme erscheinen und verschwinden (TV 5 und Worldnet/DW-TV). Jetzt sehen Sie das Bild von Euronews. Je nachdem, wie Ihr LNB und Ihr Receiver zusammenspielen, müssen Sie die Frequenz jetzt noch ein wenig nach oben oder unten regulieren, so daß Sie schließlich beispielsweise bei 11.570 das beste Bild haben.
14. Drücken Sie Exit. Damit speichern Sie alle Einstellungen und verlassen das Menü wieder. Euronews mit dem eingestellten Ton liegt jetzt auf Programmspeicher 102.
Für Programme, die bereits eingestellt sind, gibt es auch beim Amstrad eine Abkürzung. Nehmen wir an, der Amstrad ist diesmal an einer ASTRA-Schüssel angeschlossen, und wir wollen PRO 7 auf Programmplatz 7 bringen. Das Programm, das vom Werk aus auf Programmplatz 7 gespeichert ist, interessiert uns nicht, also können wir es getrost löschen (das verschlüsselte D2-MAC-Programm TV 1000).
1. Rufen Sie Programm 14 auf. (Drücken Sie nacheinander 1 und 4 auf der Fernsteuerung.) Auf dem Bildschirm erscheint das Bild von PRO 7 mit der 14 rechts oben in der Ecke.
2. Drücken Sie Setup. Das Menü erscheint auf dem Fernsehbild.
3. Drücken Sie so oft OK, bis die Zahl 14 hinter EINSTELLEN KN blinkt.
4. Drücken Sie auf - (bzw. das nach unten zeigende Dreieck), bis statt der 14 die 7 angezeigt wird.
5. Drücken Sie Exit.
PRO 7 befindet sich jetzt auf Programmplatz 14 und auf Programmplatz 7. Es kann also über die 7 der Fernsteuerung aufgerufen werden. Auf Platz 14 können Sie jetzt ein anderes Programm einstellen. (Sie können es auch lassen Š )
So viel zu den “Inneren Einstellungen". Im zweiten Teil dieses Buches finden Sie noch eine Übersicht mit allen Programmen, die ASTRA 1A, B und C und EUTELSAT II-F1 ausstrahlen einschließlich der zugehörigen Frequenzen. (Änderungen sind allerdings jederzeit möglich.)

Nächstes Kapitel

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