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Es muß nicht immer Kabel sein ...


Kapitel 8

Kapitel 8<br>
Die Alternative: EUTELSAT

Wie lautet doch gleich wieder diese alte Weisheit aus dem Showbusiness: Totgesagte leben länger. Oder, um es auf den Bereich des Satelliten Direkt-Empfanges zu übertragen: Gibt es ein Leben nach ASTRA?Das neue Satellitensystem für den Direktempfang, das wir uns in diesem Kapitel etwas genauer ansehen, ist eigentlich gar kein neues. Im Gegenteil, es war bereits - auf beschränkte Weise - erfolgreich, als ASTRA noch in den Satelliten-Windeln lag. Wenn man Mitte der achtziger Jahre von Fernsehen aus dem All sprach, waren in erster Linie zwei Satelliten gemeint: Intelsat VA-F11 (mit CNN und MTV) und der von der ESA als ECS I gestartete EUTELSAT I-F1.Der letztgenannte Satellit war das erste Projekt der 1977 gegründeten europäischen Telekommunikations-Satelliten Organisation EUTELSAT. Eigentümer sind die Signatare, heute 38 staatliche, halbstaatliche, pseudoprivate und private Telekommunikationsunternehmen also meist die jeweilige Postbehörde). Die Höhe, in der sich ein Unternehmen an den Investitionen von EUTELSAT beteiligt, wird jährlich entsprechend des jeweiligen Bedarfs an Satelliten-Kapazität festgelegt. Der Mindestanteil beträgt 0,05%. Die höchsten Beteiligungen bringen hierbei Telefonica aus Spanien (17,89%), British Telecom BT (17,7%), und France Télecom ein. Aber EUTELSAT ist nicht allein eine Organisation der Großen: mit jeweils 0,05 % sind unter anderem auch Malta, Liechtenstein, Island und der Vatikan (“Government of the Holy See") beteiligt.Die Gesellschafter aber sind - kompliziert, wie es bei der Post nun einmal sein muß - nicht die Telekommunikations Unternehmen, sondern Regierungsrepräsentanten der Mitgliedsstaaten. Hauptentscheidungsträger aber ist der Rat der Signatare (das sind jetzt wieder die Telekommunikationsunternehmen).Genutzt werden die zur Zeit acht EUTELSATelliten (die in der Abbildung auf der linken Seite unten zu sehen sind) für ­ Telefonverbindungen (beispielsweise zwischen Dänemark und den Faroer-Inseln) ­ Geschäftskommunikation (SMS = Satellite Multiservice System = Datenübertragung, Computerverbindungen, Videokonferenzen etc.)­ Nachrichtenaustausch (SNG = Satellite News Gathering = Reporterbeiträge werden über eine mobile Satelliten-Anlage direkt ins Fernseh-Studio übertragen. RTL plus war in Deutschland der erste, der eine eigene SNG-Anlage für seine Nachrichten einsetzte.) ­ Euteltracs (Standortbestimmung von Schiffen oder LKWs)­ Eurovisions-Übertragungen (auf EUTELSAT II-F4)­ für die Verteilung von Radio- und Fernsehprogrammen ( an Kabelnetze und für den Direkt-Empfang) - was uns natürlich am meisten interessiert.Die Signatare sind es auch und nicht die EUTELSAT-Organisation, die über die Übertragungskanäle verfügen und nach außen vertreten. Das bedeutet: Will ein TV- oder Radioprogramm über EUTELSAT ausstrahlen, muß es sich beispielsweise mit British Telecom darüber unterhalten, ob ein Transponder (Übertragungskanal) zur Verfügung steht. MTV Europe, dessen Uplink-Station (der Sender, über den die Programme zum Satelliten hinaufgeschickt werden) in London steht, hat seinen Transponder beispielsweise von der France Télecom gemietet. Auch COM-TV soll sich für einen Transponder und ein Uplink der British Telekom - und gegen das Angebot der bundesdeutschen Telekom - entschieden haben. Warum bloß? Nunja, vielleicht kann man die Deutsche Bundespost nicht unbedingt als den Vorreiter in Sachen Satelliten-Direkt-Empfang bezeichnen und liegt es daran, daß die EUTELSATelliten in Deutschland nicht einen ihrer Bedeutung entsprechenden Bekanntheitsgrad genießen. Da EUTELSAT große Pläne für den Satelliten-Direkt-Empfang hat und glücklicherweise im Direktorium von EUTELSAT derzeit kein bremsender Bundespostler auszumachen ist, könnte sich das im Laufe der nächsten Zeit ändern. Eigentlich hat EUTELSAT für die deutsche nicht öffentlich-rechtliche Medienwelt schon immer eine bedeutende Rolle gespielt ŠÜber den Satelliten EUTELSAT I-F1 auf 13š Ost konnten in unseren Breiten bereits seit 1983 - mit mäßiger Billigung der Deutschen Bundespost erst seit 1985 - TV-Programme aus dem All empfangen werden. (Obwohl die Bundespost in einem ihrer berühmt-berüchtigten Kabelfolder noch im August 1985 darauf hinwies, daß “alle derzeitigen Satellitenprogramme (...) nur über das Kabel empfangen werden" können.)Mit diesem Satelliten ist auch die Geschichte eines heute sehr bekannten “privaten" Fernsehprogramms und der ersten deutschen Uplink-Station sehr eng verknüpft. Am 6. Januar 1984 begannen in der Anstalt für Kabel-Kommunikation (AKK) in Ludwigshafen erste Testsendungen über eben jenen EUTELSAT I-F1. (Sollten Sie irgendwann auch einmal den Namen ECS I lesen oder hören, das war der Geburtsname des Satelliten, unter dem er von der ESA gestartet wurde. Als EUTELSAT ihn übernahm, erhielt er den Namen EUTELSAT I-F1. Bei den anderen ECS/EUTELSATs gilt das gleiche.) Vom 1. April 1984 an wurden dann aus der AKK täglich 6 bis acht Stunden Programm der “Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk (PKS) übertragen. Veranstalter: der Otto Maier Verlag und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zum 1. Januar 1985 wurde das Programm erheblich erweitert und läuft seither unter der heute allgemein bekannten Bezeichnung: SAT.1. Beteiligt waren Ende 1985 an SAT.1: Aktuell Presse Fernsehen, Otto Maier Verlag, Axel Springer Verlag, PKS, Kabel Media Programmgesellschaft (KMP, Wolfgang Fischer, auch “musicbox", Vorläufer von Tele 5), Holzbrinck, FAZ, Heinrich Bauer Verlag, Burda Verlag, Neue Mediengesellschaft Ulm. Namen, die man auch heute - wenn auch in anderen Konstellationen und Sendern - immer noch oder, wie im Falle des Bauer Verlages, wieder antrifft.1987 war ein gutes Jahr für den Satelliten-Empfang. Am 1. August 1987 lockerte in Deutschland die Bundespost die rigiden Vorschriften. Die immer noch vorgeschriebenen Empfangsgenehmigungen für den Empfang von EUTELSAT- und Intelsat Programmen wurden jetzt auch in bereits verkabelten Gebieten erteilt - gegen Zahlung einer Anmeldegebühr von 50,- DM und danach monatlich 5,- DM je angeschlossene Wohnung. (Wie bei den öffentlich-rechtlichen war es auch hier egal, ob die Post für die empfangenen Programme etwas tat oder nicht.) EUTELSAT I-F1 wurde aufs Altenteil (genauer auf 10š Ost) geschoben und durch einen jüngeren Sproß der Serie ersetzt: EUTELSAT I-F4. 1989, in dem Jahr, als ASTRA kam, gehörten zu den über EUTELSAT I-F4 ausgestrahlten 16 Programmen neben SAT.1 auch RTL plus (das Projekt von CLT, Gruner & Jahr und Bertelsmann, heute RTL Television), 3SAT, Super Channel, Galavision, RV Milano, der European Business Channel und der Teleclub. Davon waren bis auf 3SAT, das den Ostbeam nutzte, im größten Teil Mitteleuropas alle mit einer Schüssel von 85 bis 120 cm empfangbar. Und in den Planungsbüros von ESA und EUTELSAT bastelte man bereits an der nächsten, leistungsstärkeren Satellitengeneration. Deren Programme sollten in Europa mit Schüsseln von unter einem Meter empfangbar sein und somit auch für breitere Empfängerkreise interessant werden. Die Gerätehersteller entwickelten bereits Schüsseln, die mit einem billigen Schrittmotor an der Schüssel ausgerüstet waren. So sollten preiswerter als mit einer normalen Drehanlage die drei EUTELSATelliten angepeilt werden können, die mit jeweils 3 Grad Abstand positioniert wurden. Auf diese Art gedachte man den Zuschauern zu einer preiswerten breiten Programmauswahl zu verhelfen. Aber es kam anders.Wie gesagt, diese Programme konnten empfangen werden. Mit einer 1,20- Meter-Schüssel und unter den kritischen Blicken der Post und dem Getuschel der gesetzestreuen bundesdeutschen Bürgerschaft: “Därf dä datt? Datt dä datt därf!" Schließlich hatte die Bundespost seit Jahren mit rigiden Mitteln (von Empfangsverboten für bestimmte Programme bis zu Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen) dafür gesorgt, daß dem Satelliten-Direkt-Empfang etwas Anrüchiges, ja Kriminelles anhaftete. Satellitenprogramme in Deutschland waren, wie man sieht, zwar sehr eng mit den EUTELSATs auf der Position 13š Ost verbunden, aber der Satelliten-Direkt-Empfang selbst wurde durch EUTELSAT weder unterstützt noch unbedingt eine der weit verbreiteten Vergnügungen in Deutschland.Das sollte sich dramatisch ändern. Am 8. Dezember 1989 gingen vier deutsche Programme auf ASTRA und waren fürderhin in unseren Breiten mit 60-cm-Schüsseln direkt zu empfangen. Von nun an war auch die Bundespost - vorübergehend - machtlos gegen die stürmische Entwicklung, die der Satelliten-Direkt-Empfang in Deutschland nahm. Auf die Position 13š Ost wirkte sich das allerdings in den folgenden Jahren eher beruhigend denn belebend aus.Am 30.08.1990 wurde der erste EUTELSAT der stärkeren IIer Baureihe gestartet. Während die EUTELSATs mit der römischen I mit 20 Watt pro Transponder sendeten, bringen es die Satelliten der IIer-Baureihe bereits auf satte 50 Watt, 10 mehr als ASTRA. Im April 1991 war der alte I-F4 auf 7š Ost verschoben worden, und II-F1 sendete von 13š Ost aus. Dort waren inzwischen zwar noch 11 Transponder belegt, aber RTL plus, 3SAT, Teleclub und Sky hatten den Satelliten ebenfalls verlassen, SAT.1, Eurosport, Super Channel und TV 5 waren geblieben. Daneben wurde der Satellit in erster Linie für Überspielungen und Tests benutzt, war also ziemlich uninteressant für Otto und Amalie Normalempfänger.Im Februar 1992 waren noch acht Transponder besetzt. SAT.1 war verschwunden, ebenso Eurosport und Galavision. Neu waren Programme für die Türkei und mbc für den mittleren Osten hinzugekommen. Testbilder auf verschiedenen Transpondern ließen hoffen.Im Juni 1992 sah es schon wieder lebendiger auf EUTELSAT II-F1 aus. Zwar hatten der Kabelkanal (ohne Ton, den gab's nur im Postkabel) und Filmnet (verschlüsselt) ihre Sendungen aufgenommen, wodurch drei Transponder als mehr oder weniger uninteressant abgehakt werden konnten, aber Eurosport war zurückgekehrt, Deutsche Welle Fernsehen sendete, und Euronews hatte seinen Programmstart für den 1.1.1993 angekündigt. 12 Transponder waren wieder mit Programmen gefüllt.Januar 1994: 14 Kanäle sind belegt oder Programmstarts für die nächsten Monate angekündigt. Die beiden verschlüsselten Filmnet Programme sind wieder verschwunden. VIVA und MTV-Europe haben ihre Sendungen aufgenommen. Vom Sendebeginn an strahlt RTL 2 sein Programm neben ASTRA auch über EUTELSAT II-F1 aus. Euronews sendet (noch) nicht über ASTRA, aber über II-F1. An exotischen Programmen sendet das Fernsehen des Emirates Dubai. Im Sommer 1994 sollte COM TV, ein bundesdeutsches Musik-TV, starten und im Herbst der zunächst als frei empfangbar angekündigte, dann aber ausschließlich fürs Kabel bestimmte (und somit verschlüsselte) Science-fiction Channel Europe. Wieviele von den belegten Transpondern unverschlüsselt und direkt zu empfangen sein werden, wagt der Chronist nicht vorherzusagen. Von den sendenden Programmen wird MTV vermutlich bereits bei Erscheinen dieses Buches verschlüsselt sein (dank einem Deal mit der BRD-Kabel Telekom) und mbc wird auf einem II-F6-Transponder vier digitale Programme für den nahen Osten ausstrahlen. COM TV will auf jeden Fall unverschlüsselt ausstrahlen. Angedroht ist zudem ein bundesdeutsches Pay-TV auf Transponder 22A und ein offen ausstrahlendes deutsches Programm auf Transponder 33. Aber all das sind Spekulationen ­ meist kommt es ganz anders.Nehmen wir den unerfreulichen Fall an, daß EUTELSAT trotz anderslautender Ankündigungen auch auf 13š Ost weiterhin in erster Linie für Kabelsysteme sendet, könnte im Herbst 1994 die Verteilung auf EUTELSAT II-F1 so aussehen:Verschlüsselt: Kabelkanal, MTV, mbc, Sf-Channel, dt. Pay TV = 5 Transponder. Offen: Eurosport, VIVA, RTL 2, TRT/Landscape, dt. TV, EDTV, NBC-Super Channel, TV 5, Worldnet/Deutsche Welle, Euronews, COM-TV = 11 Transponder.Von diesen Programmen sind 9 für mitteleuropäische Augen und Ohren interessant, EDTV und TRT eher für arabische und türkische Zuschauer. (Wobei eine Spiel ohne Grenzen-Folge mit einem relativ jungen Camillo Felgen und arabischem Off-Kommentar oder ein Pferderennen, bei dem der Kommentator vor Begeisterung beinahe einen Herzanfall erleidet, bei EDTV durchaus auch ihre Reize haben. Ganz abgesehen von der Möglichkeit, aus den englischsprachigen Nachrichten-Sendungen einmal mitzubekommen, wie die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel aussieht.) Das Verschlüsselungsverhältnis bei 16 vergebenen Transpondern:5 verschlüsselt: 31,25 %. 11 offen: 68,75 %.Bei ASTRA (siehe Kapitel 7) haben wir heute ein Verhältnis von etwa 60% verschlüsselten Programmen zu 40% offen ausgestrahlten. Auf 13š Ost haben wir auf nur einem EUTELSATelliten - bei drei noch leeren Transpondern - fast so viele offene Programme wie bei drei ASTRAS. .c.EUTELSAT - gestern, heute & morgen?Und während ASTRA 1A-C damit voll sind und für 1D in erster Linie weitere Pay-TVs geplant sind, sollen nicht nur drei, sondern mindestens zwanzig freie Transponder auf der Position 13š Ost ab Ende 1994/Anfang 1995 zur Verfügung stehen. EUTELSAT hat sich nämlich entschlossen, im Rahmen des Projektes “Hot Bird" die Position 13š Ost wieder zu einer der ersten Adressen für die Fernseh- und Radio-Übertragung zu machen - leider wie es aussieht, in erster Linie weiterhin für Kabelsysteme.Der erste Schritt bestand in der Ankündigung, auf II-F1 alle 12 Übertragungskanäle im 11- GHz-Band (dem normalen Satelliten Empfangsbereich) von allen nicht-unterhaltenden (non-entertaining) Fernsehübertragungen (Feeds etc.) freizuräumen und diese ausschließlich für die Verteilung von Radio- und TV-Programmen zu reservieren. Allerdings scheinen sich die Signatare (also die diversen Postorganisationen) nicht unbedingt an die Veröffentlichungen der EUTELSAT-Zentrale zu halten. Im April 1994 waren auf den vier für TV reservierten Kanälen noch kräftige Feed-Aktivitäten zu beobachten. Doch haben sich die EUTELSATler zumindest auf dem Papier zuschauerfreundliche Mindestanforderungen für die Programmbelegung vorgenommen: Von dieser Position übertragene Programme sollen unterhaltendes Fernsehen oder Radio mindestens in der Zeit zwischen 17.00 und 1.00 Uhr bieten. Mit unterhaltend muß nicht unbedingt ausschließlich der Komödienstadl oder seichte Unterhaltung gemeint sein, auch Nachrichten-, Informations- und Dokumentar-Programme gehören zum Entertainment.Im Herbst 1994 soll der eigentliche Hot Bird, ein zweiter Satellit namens EUTELSAT II-F6 auf 13š Ost positioniert werden, der weitere 16 Transponder mit jeweils 70 Watt Sendeleistung (im “normalen" Frequenzbereich 11.221-11.534 GHz) mitbringt. Mit einer feststehenden 80-90-cm-Schüssel sollen Anfang 1995 zumindest theoretisch bereits bis zu 28 Programme empfangen werden können. (Theoretisch können auch über ASTRA 60 bis 70 Programme empfangen werden Š ) Die Abbildung auf der nächsten Seite zeigt den geplanten Footprint von II-F6, in der ganz Europa einschließenden Kernzone werden mindestens 49 dbW Empfangsstärke erwartet.1996 kommt noch ein dritter Satellit hinzu: HOT BIRD PLUS. Der stellt weitere 20 Transponder mit jeweils 110 Watt (!) zur Verfügung, die auf verschiedene Empfangs-Bereiche gerichtet werden können. Falls Sie ein Freund des Digital-TVs sind: Alle, auch die heute sendenden Transponder sind übrigens technisch in der Lage, digital zu übertragen - sogar über einen Transponder gleichzeitig analog (normal) und digital. (Es muß dabei nicht zweimal dasselbe Programm sein.) Letztlich entscheiden aber die Programmanbieter, wie gesendet wird. Nur: Es bringt nicht viel, digital zu senden, wenn kaum jemand eine entsprechende Empfangsausrüstung hat.Für den Hot-Bird ist außerdem ein Digital-Radiopaket mit 100 Sendern geplant. Hierfür sind zusätzliche Receiver erforderlich. Die Receiver soll es ab 1995/96 zu hörerfreundlichen Preisen geben. Ob hier Pay-Radios, die sattsam bekannten Frequenz-Blockierer der Öffentlich-Rechtlichen senden werden oder ob es wirklich etwas neues um die Ohren gibt, wird sich zeigen müssen. Aktuelle Informationen über das Hot-Bird-Projekt von EUTELSAT erhalten Sie in den Satelliten-Zeitschriften, beim Fax Polling der TELE-satellit und von EUTELSAT selbst. Hoffen wir, daß EUTELSAT darauf achtet, daß aus den zuschauerfreundlichen Plänen nicht ein zweites Scrambelliten-System wird. Die verrschlüsselte Aufschaltung des Sf-Channels für Kabel only, läßt dieses zwar befürchten, aber bei so vielen Transpondern sollte doch die Möglichkeit bestehen, daß das eine oder andere gescheite Programm auch unverschlüsselt per Schüssel zu empfangen sein wird. Anonsten kann man mit einer Schielschüssel ja nicht nur 13š Ost, sondern auch die anderen Satelliten zwischen 10š und 16š Ost anpeilen. (Eine interessante Möglichkeit hierfür ist auch die IRTE Multisat-Anlage, die im Kapitel 13 kurz vorgestellt wird.)Es ist also zumindest eine Überlegung wert, sich neben ASTRA-Programmen wie CNN, Cartoon Network und einigen interessanten Radio-Programmen, die Möglichkeit offenzuhalten, die Programme von EUTELSAT (euronews, COM-TV, VIVA) ebenfalls zu empfangen. Um es mit Günther Neutze zu sagen: “Also für mich ist der Fall klar" - und nicht nur bei mir steht inzwischen eine Schiellösung für ASTRA und EUTELSATŠ



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